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Bildung

Erster Preis für den Neubau der Pirminiusschule auf der Husterhöhe

Löhle Neubauer Architekten erhält den Siegerentwurf in Zusammenarbeit mit Bäuerle Landschaftsarchitektur + Stadtplanung; geplant ist ein Neubau für Mädchen und Jungen mit ganzheitlichem Förderbedarf.

Von Redaktion Pirmasensvor 5 Tagen

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Ausstellung der Ergebnisse zum Architekturwettbewerb Pirminiusschule
Foto: KI-generiertes Symbolbild · Hessen App GmbH
18Sep

Ausstellung der Ergebnisse zum Architekturwettbewerb Pirminiusschule

09:00 Uhr

Sitzungssaal der Messe Pirmasens · Pirmasens

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Für den Neubau der Pirminiusschule auf der Husterhöhe steht der Sieger eines Architekturwettbewerbs fest. Den ersten Preis erhielt das Augsburger Büro Löhle Neubauer Architekten BDA Partnerschaft mbB in Zusammenarbeit mit Bäuerle Landschaftsarchitektur + Stadtplanung aus Stuttgart. Ausgelobt worden war der Wettbewerb von der Heinrich-Kimmle-Stiftung.

Geplant ist auf einem rund 6.000 Quadratmeter großen Grundstück der Neubau für die private Pirminiusschule, in der Mädchen und Jungen mit ganzheitlichem Förderbedarf unterrichtet werden. Die Schule steht in Trägerschaft der Heinrich-Kimmle-Stiftung. Grundlage des Raumprogramms für 190 Schüler war ein pädagogisches Konzept, das die Pirminiusschule selbst erarbeitet hat.

Vom Projekt sollen auch Kinder der benachbarten Grundschule Husterhöhe profitieren. Vorgesehen ist unter anderem die gemeinsame Nutzung einer Mensa, der Außenanlagen und perspektivisch einer modernen Sporthalle, die in einem zweiten Schritt entstehen könnte.

Wettbewerb und Bewertung

Insgesamt wurden 22 Vorentwürfe von Planungsbüros und Arbeitsgemeinschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Preisgericht bewertet und prämiert. Der nicht offene hochbauliche und freiraumplanerische Realisierungswettbewerb umfasste im Realisierungsteil Vorentwürfe für den Neubau der Pirminiusschule auf dem Areal der Husterhöhschule. In einem Ideenteil wurden zusätzlich Vorschläge für einen Neubau der Grundschule Husterhöhe und einer Zweifeld-Sporthalle auf demselben Grundstück angedacht.

Bewertet wurden unter anderem die städtebauliche, architektonische und freiraumplanerische Qualität, die Erfüllung funktionaler Anforderungen sowie die Umsetzung des pädagogischen Konzepts und die wirtschaftliche Realisierbarkeit. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 235.000 Euro dotiert. Betreut wurde er vom städtischen Hochbauamt in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Hille+Tesch.

Der Siegerentwurf

Der Siegerentwurf setzt auf eine Y-förmige, zweigeschossige Gebäudefigur. Diese soll nicht nur als architektonische Form wirken, sondern auch räumliche Qualitäten für den Campus und seine Verbindung mit dem Außenraum entwickeln.

Durch das Auffächern des Baukörpers entstehen unterschiedlich gefasste Freiräume und vielfältige Beziehungen zwischen Innen und Außen. Gebäude, Überdachung und Außenraum gehen ineinander über. Zugleich sollen überdachte Ankunfts- und Aufenthaltsbereiche eine hohe Funktionalität bieten.

Die städtebauliche Setzung schafft eine klare Adresse an der Husterhöhstraße und hält Verkehrs- und Stellplatzflächen weitgehend aus der Campus-Mitte heraus. Die Außenräume erhalten unterschiedliche Charaktere und bieten nach Angaben der Jury gute Voraussetzungen für Spiel-, Bewegungs-, Lern- und Rückzugsbereiche.

Im Inneren wird die Y-Figur konsequent weiterentwickelt. Die verschiedenen Schulstufen erhalten ablesbare Bereiche. Die Unterrichtsräume sind überwiegend an den Außenfassaden angeordnet, während ergänzende und gemeinschaftliche Funktionen die Cluster strukturieren. Die zentrale Mitte übernimmt mit Foyer, Mensa und weiteren gemeinschaftlichen Nutzungen eine verbindende Funktion.

Heinrich-Kimmle-Stiftung und Stadtverwaltung wollen zunächst Vertragsverhandlungen mit dem Erstplatzierten führen, um die Wettbewerbsidee zu einem detaillierten Entwurf weiterzuentwickeln. Erst auf dieser Grundlage kann eine belastbare Berechnung der Baukosten erstellt werden.

Ausstellung der Ergebnisse

Interessierte können die Wettbewerbsergebnisse bis einschließlich Sonntag, 20. September 2026, in einer Ausstellung ansehen. Der Sitzungssaal der Messe Pirmasens, Zeppelinstraße 11, ist am Freitag von 9 bis 16 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Preisträger

  • 1. Preis: Löhle Neubauer Architekten BDA Partnerschaft mbB (Augsburg) mit Bäuerle Landschaftsarchitektur + Stadtplanung (Stuttgart) – 68.000 Euro
  • 2. Preis: Sascha Wurm Architektur + Studioeuropa (München) mit OTTL.LA (München) – 42.000 Euro

Anerkennungen jeweils in Höhe von 12.500 Euro erhielten:

  • ARGE lep gsa luka ehser Architekten PartGmbB (Leipzig) + Gomilschak Schulz Architekten PartGmbB (Halberstadt) mit Raimund Braun, Dipl. Ing. Freier Landschaftsarchitekt (Nürtingen)
  • lüttinarchitekten bda (Konstanz) mit Planstatt Senner GmbH (Überlingen)
  • Werkgemeinschaft Landau Architektur und Innenarchitektur Sebastian Seegmüller PartGmbB (Landau) mit faktorgruen Landschaftsarchitekten bdla Beratende Ingenieure Partnerschaftsgesellschaft mbB (Freiburg)
  • ARGE thoma Architekten + 4a Architekten GmbH (Berlin) mit Gänßle + Hehr Landschaftsarchitekten PartGmbB (Esslingen)

Preisgericht

Sachpreisrichter: Markus Zwick, Marco Dobrani, Anne Dörthe Hammel, Michael Dickes und Bianca Behncke. Stellvertretende Sachpreisrichterin war Nadja Fahr.

Fachpreisrichter: Prof. Annette Rudolph-Cleff, Susanne Weihrauch, Marius Puppendahl, Prof. Alexander Reichel, Michael Burghaus und Kilian Schmitz-Hübsch. Stellvertretende Fachpreisrichterin war Katharina Söllner.

Hintergrund zum Vorhaben

Die Planungen für das Schulzentrum Nord gehen auf den akuten Platzmangel an der Pirminiusschule, den erheblichen Sanierungsstau an der Grundschule Husterhöhe sowie den Bedarf an einer zusätzlichen Sporthalle zurück. Die Realisierung soll in zwei zeitlich unabhängigen Schritten erfolgen. Das Gelände der Husterhöhschule befindet sich im Besitz der Stadt Pirmasens.

Das Raumprogramm für den Neubau der Pirminiusschule ist auf 190 Schüler in 24 Klassen ausgelegt. Dieser Grundsatzplanung hatten der Kreistag am 5. November 2024 und der Pirmasenser Stadtrat am 11. November 2024 zugestimmt.

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