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Betreff: Pressemitteilung Pirmasens: Pirminiusschule: Siegerentwurf kommt aus Augsburg und Stuttgart

[cid:[email protected]] Stadt Pirmasens Pressestelle 17.09.2026 Pressemitteilung Pirmasens Pirminiusschule: Siegerentwurf kommt aus Augsburg und Stuttgart Auf der Husterhöhe soll das Schulzentrum Nord entstehen. Geplant ist u. a. die Realisierung eines Neubaus der Pirminiusschule. Dazu hat die Heinrich-Kimmle-Stiftung (HKS) einen Architekturwettbewerb ausgelobt. Jetzt steht der Sieger fest: Der Entwurf stammt vom Augsburger Architekturbüro Löhle Neubauer in Zusammenarbeit mit Bäuerle Landschaftsarchitektur + Stadtplanung aus Stuttgart. Auf einem rund 6 000 Quadratmeter großen Grundstück soll ein Neubau für die private Pirminiusschule entstehen. Dort werden - in Trägerschaft der HKS - Mädchen und Jungen mit ganzheitlichem Förderbedarf unterrichtet, die in der Stadt Pirmasens und dem Landkreis Südwestpfalz wohnen. Grundlage für das Raumprogramm für 190 Schüler war ein pädagogisches Konzept, das von der Pirminiusschule selbst erarbeitet wurde. Von dem Großprojekt profitieren sollen auch Kinder der benachbarten Grundschule Husterhöhe - etwa durch die gemeinsame Nutzung einer Mensa, der Außenanlagen und einer modernen Sporthalle, die in einem zweiten Schritt perspektivisch entstehen könnte. Insgesamt 22 Vorentwürfe von Planungsbüros und Arbeitsgemeinschaften aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden in der Sitzung des Preisgerichts bewertet und prämiert. Gefordert waren in dem nicht offenen hochbaulichen und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb Vorentwürfe für den Neubau der Pirminiusschule auf dem Areal der Husterhöhschule im Realisierungsteil. In einem Ideenteil wurden außerdem Vorschläge für einen Neubau der Grundschule Husterhöhe und einer Zweifeld-Sporthalle auf demselben Grundstück angedacht. Beurteilt wurden u. a. die städtebauliche, architektonische und freiraumplanerische Qualität, Erfüllung von funktionalen Anforderungen sowie die Umsetzung des pädagogischen Konzepts und die wirtschaftliche Realisierbarkeit. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 235 000 Euro dotiert. Er wurde von der Heinrich-Kimmle-Stiftung ausgelobt und durch das städtische Hochbauamt in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Hille+Tesch betreut. Der Siegerentwurf im Überblick: Durch eine Y-förmige, zweigeschossige Gebäudefigur entwickelt der Siegerentwurf einen eigenständigen Ansatz. Die starke Form wird dabei nicht ausschließlich als architektonische Geste verstanden, sondern entwickelt auch räumliche Qualitäten für den Campus in seiner Verzahnung mit dem Außenraum. Durch das Auffächern des Baukörpers entstehen unterschiedlich gefasste Freiräume und vielfältige Beziehungen zwischen Innen und Außen, Gebäude, Überdachung und Außenraum fließen ineinander über. Zeitgleich bieten sie ein hohes Maß an Funktionalität im Bezug auf überdachte Ankunfts- und Aufenthaltsbereiche. Die städtebauliche Setzung schafft eine klare Adresse an der Husterhöhstraße und hält die Verkehrs- und Stellplatzflächen weitgehend aus der Campus-Mitte heraus. Die durch den Baukörper entstehenden Außenräume besitzen unterschiedliche Charaktere und bieten gute Voraussetzungen für eine Differenzierung in Spiel-, Bewegungs-, Lern- und Rückzugsbereiche. Im Inneren wird die Y-Figur konsequent weiterentwickelt. Die verschiedenen Schulstufen erhalten ablesbare Bereiche innerhalb des Gebäudes. Die Unterrichtsräume sind überwiegend an den Außenfassaden angeordnet, während ergänzende und gemeinschaftliche Funktionen die Cluster strukturieren. Die zentrale Mitte übernimmt mit Foyer, Mensa und weiteren gemeinschaftlichen Nutzungen eine wichtige verbindende Funktion. Die Planungen von Heinrich-Kimmle-Stiftung und Stadtverwaltung sehen vor, zunächst Vertragsverhandlungen mit dem Erstplatzierten zu führen, um die Wettbewerbsidee zu einem detaillierten Entwurf weiterzuentwickeln. Erst auf Basis dieser Pläne kann eine belastbare Berechnung der Baukosten erstellt werden. Auf einen Blick: Bis einschließlich kommenden Sonntag, 20. September 2026, können Interessierte die Wettbewerbsergebnisse im Rahmen einer Ausstellung begutachten. Der Sitzungssaal der Messe Pirmasens, Zeppelinstraße 11, ist am Freitag von 9 bis 16 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. BU: 546.1 (v.l.n.r.) Peter Sammel, 2. Kreisbeigeordneter (Geschäftsbereich Schulen), Max Matheis, Verwaltungsleiter Heinrich-Kimmle-Stiftung, und Oberbürgermeister Markus Zwick bei der Präsentation des Siegerentwurfs von Löhle Neubauer Architekten BDA Partnerschaft mbB (Augsburg) mit Bäuerle Landschaftsarchitektur + Stadtplanung (Stuttgart) (Foto: Stadtverwaltung Pirmasens / Fabrice Breder) 546.2 So könnte das Schulzentrum Nord einmal aussehen: Links der Y-förmige Neubau der Pirminiusschule sowie daran anschließend die Grundschule Husterhöhe mit einer Zweifeld-Sporthalle. (Foto: Stadt Pirmasens / Maximilian Zwick) Ergebnisse: 1. Preis: Löhle Neubauer Architekten BDA Partnerschaft mbB (Augsburg) mit Bäuerle Landschaftsarchitektur + Stadtplanung (Stuttgart) 68 000 Euro 2. Preis: Sascha Wurm Architektur + Studioeuropa (München) mit OTTL.LA (München) 42 000 Euro Anerkennung (jeweils 12 500 Euro): * ARGE lep gsa luka ehser Architekten PartGmbB (Leipzig) + Gomilschak Schulz Architekten PartGmbB (Halberstadt) mit Raimund Braun, Dipl. Ing. Freier Landschaftsarchitekt (Nürtingen) * lüttinarchitekten bda (Konstanz) mit Planstatt Senner GmbH (Überlingen) * Werkgemeinschaft Landau Architektur und Innenarchitektur Sebastian Seegmüller PartGmbB (Landau) mit faktorgruen Landschaftsarchitekten bdla Beratende Ingenieure Partnerschaftsgesellschaft mbB (Freiburg) * ARGE thoma Architekten + 4a Architekten GmbH (Berlin) mit Gänßle + Hehr Landschaftsarchitekten PartGmbB (Esslingen) Preisgericht: Sachpreisrichter: * Markus Zwick, Oberbürgermeister Stadt Pirmasens * Marco Dobrani, Stiftungsvorstand Heinrich-Kimmle-Stiftung * Anne Dörthe Hammel, Rektorin Grundschule Husterhöhe * Michael Dickes, Schulleitung Pirminiusschule * Bianca Behncke, Vertretung Schulleitung Grundschule Husterhöhe Stellvertretende Sachpreisrichterin: * Nadja Fahr, Konrektorin Pirminiusschule Fachpreisrichter: * Prof. Annette Rudolph-Cleff, Architektin und Stadtplanerin, Darmstadt * Susanne Weihrauch, Landschaftsarchitektin, Solingen * Marius Puppendahl, Architekt, Münster * Prof. Alexander Reichel, Architektur, Kassel * Michael Burghaus, Architekt, Kaiserslautern * Kilian Schmitz-Hübsch, Architekt, Bingen Stellvertretende Fachpreisrichterin: * Katharina Söllner, Landschaftsarchitektin Kitzingen Hintergrund: Die Pirminiusschule wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Not heraus geboren. Prälat Heinrich Kimmle nahm sich gezielt geistig behinderten Kindern aus Pirmasenser Familien an. Ab 1965 begann der Geistliche mit der Betreuung von acht Mädchen und Jungen in der Notkirche St. Elisabeth auf dem Sommerwald. Die Zahl der Kinder wuchs stetig an. Bereits zwei Jahre später wurden 68 junge Menschen in Kindergarten, Schule und Anlernwerkstatt betreut. Aus diesem Konstrukt heraus entwickelte sich ab 1973 die Caritas Kinderhilfe Pirmasens, die seit 2007 als Heinrich-Kimmle-Stiftung firmiert. 1968 erfolgte die Anerkennung als private christliche Simultanschule (öffentliche Ersatzschule). Ab 1970 war die Pirminiusschule mit 98 Kindern in einem Provisorium in der Straße "Am Wasserturm" untergebracht. 1979 erfolgte der Umzug in den Neubau am heutigen Standort mit damals 114 Schülern. 2007 wurde das Gebäude generalsaniert. Aktuell besuchen knapp 150 Schüler zwischen sechs und 18 Jahren die Einrichtung. Weil der Platz auf der Husterhöhe nicht mehr ausreicht, wurden sechs von 18 Klassen seit 2021 provisorisch in Containern ausgelagert, sowohl auf dem originären Schulgelände als auch seit Sommer 2025 am Hugo-Ball-Gymnasium. Anfang der 1930er-Jahre entsteht die Siedl …

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