Pirmasens setzt Zeichen gegen Beleidigungen und Bedrohungen von Beschäftigten

Stadtverwaltung berichtet von Anzeige nach einer Bedrohung im Bereich der Grundschule Horeb am 21. September 2026

Die Stadtverwaltung Pirmasens setzt nach eigenen Angaben ein klares Zeichen gegen Bedrohungen und Gewalt gegenüber Mitarbeitern. Beleidigungen, Bedrohungen und körperliche Einschüchterungen gegenüber Beschäftigten des Ordnungsamtes nähmen zu und würden nicht akzeptiert, sondern konsequent zur Anzeige gebracht.

Betroffen seien insbesondere Mitarbeiter des kommunalen Vollzugsdienstes und Politessen, die regelmäßig im öffentlichen Raum tätig sind und dort wichtige Aufgaben für die Stadtgesellschaft wahrnehmen. Dazu gehöre auch die Überwachung des ruhenden Verkehrs. Verwarnungen auszusprechen oder Verkehrsverstöße zu ahnden, sei Teil ihrer dienstlichen Aufgaben und rechtfertige weder Beleidigungen noch Bedrohungen oder körperliche Übergriffe.

Vorfall an der Grundschule Horeb

Wie die Stadt mitteilt, kam es am Montag, 21. September 2026, gegen 11.45 Uhr im Bereich der Grundschule Horeb zur Bedrohung einer Politesse. Die Hilfspolizeibeamtin der Stadtverwaltung sprach in der Vogelstraße einen Autofahrer an, der mitten auf der Fahrbahn stand, weil er offenbar auf sein Kind wartete, und forderte ihn zur Weiterfahrt auf.

Daraufhin sei der Betroffene mit stark überhöhtem Tempo vor die Verkehrsüberwachungskraft auf den Gehsteig gefahren und habe ihr den Weg versperrt. Er sei aus dem Fahrzeug gesprungen, habe sich direkt vor der Politesse aufgebaut und herumgeschrien. Dem Betroffenen drohe neben der Verwarnung für das Falschparken auch eine Strafanzeige wegen seines Verhaltens.

Appell an die Bürger

Der zuständige Beigeordnete Denis Clauer betont, die Mitarbeiter der Stadt müssten zwar damit rechnen, dass ihre Entscheidungen nicht jedem gefielen, und Kritik aushalten. Beleidigungen, Bedrohungen oder körperliche Einschüchterungen müssten sie aber nicht hinnehmen. Wer Beschäftigte angreife oder bedrohe, überschreite eine Grenze.

Die Stadtverwaltung bittet die Bürger zugleich, bei solchen Vorfällen nicht wegzusehen. Wer beobachtet, dass ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes bedroht oder angegriffen wird, könne durch ruhiges und besonnenes Verhalten unterstützen. Schon die Anwesenheit weiterer Personen könne in einer angespannten Situation hilfreich sein. Zeugen könnten die Betroffenen ansprechen, Unterstützung anbieten und, wenn erforderlich, die Polizei verständigen. Dabei gelte, niemand solle sich selbst in Gefahr bringen oder eine Situation durch eigenes Eingreifen weiter eskalieren lassen.

Clauer unterstreicht abschließend, die Stadt wünsche sich eine Stadtgesellschaft, in der man füreinander einstehe. Die Mitarbeiter verdienten Respekt, auch dann, wenn jemand mit einer Verwarnung oder einer ordnungsbehördlichen Maßnahme nicht einverstanden sei.

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