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Bildung

Neubau in der Kopernikusstraße als Ausweichfläche für Schulbauprojekte

Projektvorstellung im Bau- und Grundstücksausschuss am 7. September 2026, Fertigstellung für das Schuljahr 2031/32 und Nutzung über mindestens 30 Jahre

Von Redaktion Ludwigshafen am Rhein31.08.26, 14:41

In der Kopernikusstraße soll ein neues Schulgebäude als Ausweichfläche für künftige Schulbauprojekte entstehen. Die Stadt Ludwigshafen will damit nach eigenen Angaben eine dauerhafte Alternative zu bislang genutzten Containeranlagen schaffen, wenn Schulen wegen Erweiterungen, Umbauten oder Sanierungen vorübergehend nicht im eigenen Gebäude unterrichten können.

Das Projekt wird am Montag, 7. September 2026, im Bau- und Grundstücksausschuss vorgestellt. Nach Angaben der Stadt sollen Ludwigshafener Regelschulen die Ausweichschule nutzen können, um den kontinuierlichen Schulbetrieb während Bauphasen sicherzustellen.

Standort und Konzept

Geplant ist der Neubau in zentraler Lage östlich des Heinrich-Pesch-Hauses auf einem Grundstück zwischen Kopernikusstraße, Bayreuther Straße und Frankenthaler Straße. Die Stadt beschreibt den Standort als verkehrlich gut erreichbar; die Anbindung an den ÖPNV und das Radverkehrsnetz sei gegeben. Für Grundschulkinder sei zudem ein Shuttle-Service möglich.

Nach Angaben von Bau- und Umweltdezernent Alexander Thewalt hat das Projekt im Mai dieses Jahres auch im Bildungsministerium Interesse geweckt. Dort sei die Machbarkeit positiv aufgenommen worden, außerdem werde eine Förderung in Aussicht gestellt, weil es sich um ein nachhaltiges Vorhaben mit langer Standzeit handele.

Nutzung für verschiedene Schulformen

Die Ausweichschule soll so ausgestattet werden, dass sie für allgemeinbildende Schulen nutzbar ist, also für Grundschule, Realschule Plus, Gymnasium und Integrierte Gesamtschule. Laut Stadt ist sogar eine gleichzeitige Belegung durch zwei Schulen denkbar. In Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Landesinstitut sollen multifunktionale Räume entstehen, damit bei unterschiedlichen Nutzungen keine baulichen Anpassungen nötig werden.

Geplant ist außerdem eine Dreifeldsporthalle. Rainer Bernhard, Bereichsleiter des Bereichs Gebäudewirtschaft, sagte, der Unterricht solle in Räumlichkeiten mit guter baulicher Grundsubstanz, Wärmeschutz und guter Raumakustik stattfinden. Barrierefreiheit und Inklusion seien zentrale Bestandteile der Planung, pädagogische Bedürfnisse würden stärker berücksichtigt.

Langfristige Nutzung geplant

Nach Angaben der Stadt ist der Neubau wirtschaftlicher, effizienter und klimafreundlicher als das bisherige Vorgehen mit gemieteten Containern. Thewalt verwies zudem darauf, dass Containeranlagen ähnliche Arbeitsschritte erforderten, aber mit durchschnittlich zehn Jahren eine deutlich kürzere Lebensdauer hätten. Dadurch könnten auch Personalressourcen nachhaltiger eingesetzt werden.

Mit einer Fertigstellung des Neubaus wird derzeit zum Schuljahr 2031/32 gerechnet. Nach der Prognose der Stadt soll die Ausweichschule direkt nach der Fertigstellung in Anspruch genommen und für mindestens 30 Jahre ausgelastet sein.

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