Spatenstich für die Weiterführung der Ortskernentlastungsstraße in Koblenz-Bubenheim

Mit dem Spatenstich hat am Donnerstag der Bau der Weiterführung der Ortskernentlastungsstraße in Koblenz-Bubenheim begonnen. Nach Angaben der Stadt soll die rund einen Kilometer lange Verbindung den Durchgangsverkehr aus der Ortslage herausführen und damit die Situation für Anwohnerinnen und Anwohner verbessern. Zugleich soll sie die Erschließung des Gewerbegebiets Bubenheim stärken.
Beim Termin waren unter anderem der rheinland-pfälzische Staatssekretär für Verkehr und Mobilität Markus Wolf, LBM-Geschäftsbereichsleiter Marc Rauhut, Oberbürgermeister David Langner und Baudezernent Andreas Lukas anwesend. Markus Wolf sagte: „Die neue Ortskernentlastungsstraße ist ein wichtiger Schritt für Bubenheim. Sie wird Verkehr aus dem Ortskern herausnehmen, die Anwohnerinnen und Anwohner spürbar entlasten und zugleich die Verkehrssicherheit verbessern. Mit dem heutigen Spatenstich bringen wir ein Projekt auf den Weg, von dem die Menschen vor Ort ganz konkret profitieren werden.“
Verlauf der neuen Straße
Die neue Trasse beginnt am derzeit nicht weiterführenden vierten Ast des Kreisverkehrs am Globus-Markt. Von dort führt sie nach Westen, verläuft parallel zu den Hochspannungsleitungen und bindet kurz vor dem Überführungsbauwerk über die A 48 wieder an die bestehende L 127 an.
Die planerischen Grundlagen dafür wurden laut Mitteilung bereits mit dem Bebauungsplan Nr. 159 geschaffen, der 2005 Rechtskraft erlangte. Ein erster Abschnitt der Entlastungsstraße war bereits 2014 im Zuge der Ansiedlung des Globus-Marktes gebaut worden. Seitdem haben sich die angrenzenden Gewerbegebiete weiterentwickelt. Auch die Nordentlastung L 52 habe das Verkehrsaufkommen verändert. Besonders die Ortsdurchfahrt über die Weißenthurmer Straße und die Malter Straße (L 127) sei heute stark frequentiert.
Erwartete Entlastung für den Ortskern
Nach den vorliegenden Verkehrsprognosen kann die Ortskernentlastungsstraße den Durchgangsverkehr in Bubenheim um bis zu 47 Prozent verringern. Das entspräche bis zu rund 1.450 Fahrzeugen pro Tag, die künftig nicht mehr durch die Ortslage fahren müssten. Die Stadt erwartet dadurch vor allem weniger Lärm und Abgase sowie mehr Verkehrssicherheit und Wohnqualität im Ort.
Auch für den Verkehr auf der neuen Verbindung sieht die Stadt Vorteile. Die Straße wird anbaufrei gebaut und soll damit einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss ermöglichen.
Sieben Meter breite Fahrbahn und Geh- und Radweg
Nach Angaben von Baudezernent Andreas Lukas erhält die neue Straße eine Fahrbahnbreite von sieben Metern. Parallel dazu ist ein zweieinhalb bis drei Meter breiter Geh- und Radweg vorgesehen. Zwischen Fahrbahn und Geh- und Radweg sollen Grünflächen entstehen.
Andreas Lukas erklärte außerdem: „Die rund einen Kilometer lange Straße erhält eine Fahrbahnbreite von sieben Metern. Parallel zur Fahrbahn ist ein zweieinhalb bis drei Meter breiter Geh- und Radweg vorgesehen. Zwischen Fahrbahn und Geh- und Radweg werden Grünflächen angelegt. Auch bei der Entwässerung wird auf eine möglichst naturnahe Lösung gesetzt. Fast das gesamte anfallende Oberflächenwasser soll dezentral über die Bankette in die angrenzenden Grünflächen geleitet werden, wo es versickern kann.“
Die St.-Sebastianer-Straße und die Weißenthurmer Straße werden über neue Einmündungen mit Linksabbiegestreifen an die Ortskernentlastungsstraße angebunden. Dabei wird nur der nördliche Abschnitt der St.-Sebastianer Straße angeschlossen. Der südliche Abschnitt soll künftig als Stichstraße mit Wendehammer ausgebildet werden.
Kosten und Bauzeit
Oberbürgermeister David Langner bezifferte die Gesamtkosten auf rund 3,5 Millionen Euro. Das Land Rheinland-Pfalz fördert das Straßenbauprojekt demnach mit rund 1,6 Millionen Euro. Vom Bund kommen über ein Sonderprogramm für den Bau des kombinierten Weges 720.000 Euro.
Langner sagte dazu: „Eine Stadt wie Koblenz ist aufgrund der vielen Brücken und Straßen auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um diese Infrastruktur zu erhalten und zeitgemäß zu gestalten. Unser wichtigster Förderpartner ist und bleibt dabei das Land Rheinland-Pfalz, das dieses Straßenbauprojekt mit rund 1,6 Millionen Euro fördert. Vom Bund erhalten wir über ein Sonderprogramm für den Bau des kombinierten Weges 720.000 Euro. Insgesamt bewegen wir uns bei Kosten von rund 3,5 Millionen Euro“.
Im Zuge der Bauarbeiten werden laut Mitteilung insgesamt rund 14.000 Kubikmeter Boden bewegt. Ein Großteil des vorhandenen Materials soll aufbereitet und anschließend wieder im Bereich der Baumaßnahme eingebaut werden. Die Bauzeit wird mit rund einem Jahr angegeben.
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