Geh- und Radwegbrücke zwischen Rauental und Goldgrube erreicht 444 Meter

Auf der Brücke sind ein rutschsicherer Belag, 524 LED-Leuchten, Schwingungsmessungen, Treppentürme und das Abwassersystem vorgesehen; die Eröffnung ist in der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres geplant.

Die im Bau befindliche Geh- und Radwegbrücke mit Betonrampen und roten Schutzgeländern überspannt ein Bahngelände.

Foto: Felix Gras/Stadt Koblenz

Foto: Felix Gras/Stadt Koblenz

Die neue Geh- und Radwegbrücke zwischen Rauental und Goldgrube in Koblenz hat einen wichtigen Baufortschritt erreicht: Mit dem letzten Betonabschnitt der nördlichen Rampe spannt sich das Bauwerk nun über seine gesamte Länge von 444 Metern.

Nach dem Einhub der großen Stahlbauteile über die zwölfgleisige Bahntrasse im März stehen jetzt vor allem Arbeiten an, die für die spätere Nutzung entscheidend sind. Dazu gehört unter anderem die Deckschicht der Brücke. Sie erhält einen speziellen Belag, der für eine rutschsichere Nutzung sorgen soll.

Sicherheit und Ausstattung im Blick

Für die sichere Querung ist zudem eine Beleuchtung vorgesehen. Nach Angaben der Stadt werden 524 LED-Leuchten beidseitig in die Handläufe integriert. Sie sollen den Geh- und Radweg ausleuchten.

Erst wenn die Handläufe montiert sind, können auch Schwingungsmessungen an der Brücke vorgenommen werden. Diese gelten derzeit noch nicht als aussagekräftig. Auf Grundlage der Messungen soll anschließend ein Schwingungsdämpfer geplant und gefertigt werden. Er wird später in der Mitte der Brücke eingebaut, um Bewegungen der Konstruktion auszugleichen.

Treppentürme und Entwässerung folgen

Auf beiden Seiten der Brücke hat inzwischen auch der Bau der Treppentürme begonnen. Der tragende Mittelteil wird vor Ort betoniert. Treppen und Podeste werden als Fertigteile angeliefert, per Kran eingehoben und montiert. Die Türme sollen den Zugang zur Brücke erleichtern, ohne dass die langen Rampen genutzt werden müssen.

In den kommenden Wochen steht außerdem der Bau des Abwassersystems an. Dafür sind umfangreiche Erdarbeiten nötig. Die entsprechenden Kanäle sollen sicherstellen, dass Wasser auch bei starken Regenfällen abfließen kann.

Eröffnung in der ersten Jahreshälfte geplant

Ein Teil der noch anstehenden Arbeiten hängt laut Stadt stark von der Witterung ab, darunter vor allem das Aufbringen des Belags. Derzeit wird jedoch nicht mit größeren Verzögerungen gerechnet. Die Eröffnung der Brücke ist nach aktuellem Stand in der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres geplant.

Entscheidung über den Namen steht noch aus

Parallel dazu läuft die Auswertung des Namenswettbewerbs. Zwischen dem 1. Juli und dem 16. August sind insgesamt 262 Vorschläge eingegangen. Der Arbeitskreis Straßenbenennung erarbeitet derzeit eine Empfehlung. Darüber sollen im November zunächst der Haupt- und Finanzausschuss und anschließend der Stadtrat abstimmen.

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