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Tourismus

Partnerstadt-Delegationen beim Kaiserslautern-Jubiläum: Stadtfische als Gastgeschenke

Bei einem Abendessen im „Twenty One“ erhielten die Gäste Stadtfische im Kleinformat, individuell gestaltet und den Partnerstädten zugeordnet.

Von Neues aus Kaiserslautern11.09.26, 18:55

Am ersten Wochenende im September 2026 waren Gäste aus sechs Partnerstädten anlässlich des 750-jährigen Stadtjubiläums in Kaiserslautern zu Besuch. Beim gemeinsamen Abendessen im „Twenty One“ über den Dächern der Stadt erhielten die Delegationen Stadtfische im Kleinformat als Geschenk.

Die Plastiken wurden von der Künstlerin Petra Janson-Peermann passend zu den jeweils vertretenen Partnerstädten individuell gestaltet. Oberbürgermeisterin Beate Kimmel überreichte die Fische offiziell und wünschte den Gästen, dass sie die kleinen Kunstwerke als persönliche Erinnerung mit in ihre Heimat nehmen und dort einen schönen Platz finden.

Die Fische standen bereits zu Beginn des Abendessens an den entsprechenden Plätzen auf den Tischen. Nach Angaben der Stadt freuten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Partnerstädte sehr über die Gastgeschenke. Alle Fische waren so gestaltet, dass sich die sechs Partnerstädte Kaiserslauterns darin wiederfinden ließen, sodass die Anwesenden direkt erkennen konnten, welcher Fisch zu ihnen gehörte.

Gestaltung mit Bezug zu den Partnerstädten

Für Saint-Quentin erhielt der Fisch ein Art-Deco-Muster mit passenden, üppigen Farben, da die Stadt für ihr Art-Deco-Stadtbild bekannt ist. Der Fisch für Columbia griff Elemente der dortigen Flagge auf, darunter die dunkelblaue Grundfarbe und den weißen Stern. Zusätzlich wurde eine Palme integriert, weil Columbia der Stadt Kaiserslautern vor vielen Jahren eine Palme geschenkt hat, die für South Carolina steht.

Der Fisch für Bunkyô-ku, einen Stadtteil von Tokio, wurde in dunklem Lila gestaltet, passend zur Flagge. Das Zeichen auf Fisch und Flagge ist ein stilisiertes Schriftzeichen für Literatur. Außerdem sind als Erkennungszeichen für Japan viele Kirschblüten auf dem Fisch verteilt.

Für Brandenburg an der Havel wurde das Muster des oberen Rands des Plauer Torturms aufgegriffen, weil die Stadt zur Europäischen Route der Backsteingotik gehört. Der Fisch hat einen grünen Bauch, da Brandenburg von Wald umgeben ist. Die Paddel auf der Schwanzflosse weisen auf die Regattastrecke hin.

Die Grundfarbe des Fisches für Pleven ist gold-gelb wie das Wappen. Weil es in Pleven zahlreiche Museen gibt und Bulgarien für seine schwarzroten Stickmuster bekannt ist, verbindet das Motiv beide Elemente. Ein eigens entwickeltes Stickmuster auf der linken Seite des Fisches basiert auf dem Museums-Icon, das auf der rechten Seite groß dargestellt ist.

Die gelbe Grundfarbe des Fisches für Guimarães ist dem Inneren der Flagge entnommen. Da Portugal und Guimarães für farbenfrohe Fliesen bekannt sind, wurde das Muster der Fliesenwand „Largo do Gremio“ auf den kleinen Fisch übertragen.

Künstlerische Umsetzung und Hintergrund

Petra Janson-Peermann erklärte, dass ihr das Bemalen der Fische große Freude bereitet habe und sie sich Gedanken zu den Partnerstädten gemacht habe. Sie grundierte die Fische zunächst, bemalte sie anschließend mit Acryllack und versiegelte sie zum Schluss mit einer zweifachen Schicht Klarlack.

Zum 750-jährigen Stadtjubiläum ließ die Stadt Kaiserslautern die Kunstaktion „Fishing for Fantasy“ aus dem Jahr 2001 wiederaufleben. Dabei entstanden die bekannten Fischskulpturen auch im Kleinformat. Sie wurden von der BBSI Technik im 3D-Druck hergestellt.

Die kleinen Fische sind in verschiedenen Farben in der Tourist Information für 7,50 Euro erhältlich, sowohl für das eigene Zuhause als auch zum Verschenken oder zum Bemalen.

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V.l.: Die gestalteten kleinen Fische für die Partnerstädte Guimarães (gelb), Bunkyô-ku (lila), Pleven (orange), Columbia (blau), Saint-Quentin (rosa) und Brandenburg an der Havel (rot).
Foto: Stadt Kaiserslautern

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