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Kultur und Unterhaltung

750 Jahre Stadtrechtsverleihung in Kaiserslautern: ökumenischer Festgottesdienst

Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft würdigen Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Stadt

Von Neues aus Kaiserslautern19.08.26, 16:58

Mit einem feierlichen ökumenischen Festgottesdienst in der Stiftskirche hat Kaiserslautern am Abend des 18. August den 750. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte begangen. Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft kamen zusammen, um die lange Geschichte der Stadt zu würdigen und zugleich den Blick auf Gegenwart und Zukunft zu richten.

Ministerpräsident Gordon Schnieder hob in seinem Grußwort die Bedeutung des Jubiläums hervor und betonte, Kaiserslautern verbinde Tradition und Zukunft auf besondere Weise. Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit gehörten ebenso dazu wie Wissenschaft, Forschung und Innovationskraft. Vor allem seien es die Menschen, die ihre Stadt mit Tatkraft, klugen Ideen und großem Engagement voranbrächten.

Oberbürgermeisterin Beate Kimmel stellte in ihrer Ansprache die Menschen in den Mittelpunkt, die eine Stadt lebendig machen. Nicht allein Orte und Gebäude prägten Kaiserslautern, sondern vor allem die Menschen, die in ihr leben. Sie verwies auf die Entwicklung der Stadt, die sich immer wieder neu erfinden durfte und oft auch musste. Dazu zählten nach ihren Worten große Veränderungen wie die Ansiedlung von Opel oder der Technischen Universität ebenso wie der Strukturwandel der vergangenen Jahrzehnte.

Transformation bedeute dabei nicht immer, Bewährtes hinter sich zu lassen. Sie könne auch heißen, das zu bewahren, was trägt, und zugleich den Mut zu haben, Neues zu wagen. Gerade in Zeiten großer Veränderungen brauche es Widerstandsfähigkeit, Vertrauen und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Kimmel hob den Zusammenhalt und das Engagement vieler Menschen in Vereinen und Initiativen, in Kultur, bei Feuerwehr und Rettungsdiensten, in sozialen Einrichtungen und in weiteren Bereichen des gesellschaftlichen Lebens hervor.

Einen besonderen Bezug stellte die Oberbürgermeisterin zu den Fürbitten des Gottesdienstes her, die von unterschiedlichen Generationen und gesellschaftlichen Bereichen getragen wurden. Für die Stadt Kaiserslautern sprachen das älteste Mitglied des Stadtrates Walfried Weber und Maike Dowidat vom Jugendparlament. Die weiteren Fürbitten wurden von Beate Schmitt und Corinna Hauck von der Caritas sowie Andreas Breier von der Diakonie vorgetragen.

Kimmel betonte, gesellschaftlicher Zusammenhalt bedeute nicht, dass alle Menschen immer gleicher Meinung seien. Entscheidend sei der Umgang miteinander, mit Respekt voreinander, mit Empathie füreinander und mit der Bereitschaft, auch einmal über den eigenen Schatten zu springen. Das Jubiläumsjahr zeige bereits, wie viel Kreativität, Engagement und Gemeinschaft in Kaiserslautern stecken.

Zum Abschluss richtete die Oberbürgermeisterin den Blick auf die Zukunft. 750 Jahre Stadt Kaiserslautern seien mehr als eine Zahl, sagte sie. Hinter dieser Zahl stünden Menschen, ihre Geschichten, ihre Begegnungen und ihr Einsatz füreinander. Das Jubiläum sei deshalb nicht nur ein Blick zurück, sondern auch ein Auftrag für die Zukunft. Eine Stadt bleibe lebendig, wenn Menschen mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Ideen im Dialog bleiben. Sie bleibe handlungsfähig, wenn Menschen bereit seien, Verantwortung zu übernehmen und sich den Veränderungen zu stellen.

Die Stiftskirche bot als eines der bedeutendsten historischen Bauwerke Kaiserslauterns den Rahmen für den Jubiläumsgottesdienst. Die Predigt gestalteten Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst und Bischof Karl-Heinz Wiesemann gemeinsam. Für die musikalische Gestaltung sorgten Bezirkskantorin Beate Stinski-Bergmann, die Kantorei und Singschule sowie das Instrumental-Ensemble des Pfalztheaters.

Nach dem Gottesdienst trugen sich Oberbürgermeisterin Kimmel, Ministerpräsident Schnieder, Kirchenpräsidentin Wüst und Bischof Wiesemann in der Sakristei der Stiftskirche ins Goldene Buch der Stadt ein. Mit einem gemeinsamen Umtrunk im Hof der Stiftskirche klang der Abend aus. Gemeinsam mit den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern wurde auf 750 Jahre Stadtgeschichte und auf die Zukunft Kaiserslauterns angestoßen.

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Oberbürgermeisterin Kimmel, Kirchenpräsident Wüst, Bischof Wiesemann und Ministerpräsident Schnieder nach dem Eintrag ins Goldene Buch.
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