Schockanrufe mit angeblichen Ärzten: Betrüger verlangen Geld für Medikamente

Betrüger verlangen als falsche Ärzte Geld für angebliche Notfallmedikamente. Der Sicherheitsberater der VG Weißenthurm gibt Tipps zum Schutz vor Schockanrufen.

Von Sankt Sebastian aktuell1 Min. Lesezeit

Betrüger geben sich bei einer neuen Variante des Schockanrufs als Ärzte aus und behaupten, ein Angehöriger liege im Krankenhaus und benötige ein teures Medikament. Dafür verlangen sie eine Vorauszahlung und holen das Geld teils an der Haustür ab. Der Sicherheitsberater für Seniorinnen und Senioren der Verbandsgemeinde Weißenthurm warnt vor der Masche, die laut Mitteilung in Rheinland-Pfalz und anderen Bundesländern angewendet wird.

In Trier soll ein Mann auf diese Weise mehr als 10.000 Euro übergeben haben. Ein angeblicher Arzt hatte ihm erzählt, seine Enkelin liege auf der Intensivstation. Der vermeintliche Krankenhausmitarbeiter, der das Geld an der Haustür abholte, war ebenso wenig echt wie der Anrufer; der Enkelin ging es gut. In Hermeskeil verhinderte der unangemeldete Besuch der angeblich in Lebensgefahr schwebenden Tochter eine Geldübergabe. In einem weiteren Fall stellte sich heraus, dass der angeblich schwer kranke Sohn gerade bei seinem Vater war.

Der Sicherheitsberater betont: Ärzte oder medizinisches Hilfspersonal eines Krankenhauses rufen nicht an, um sofortige Bargeldzahlungen zu verlangen. Wer unter Druck gesetzt wird, sollte auflegen und den angeblich betroffenen Angehörigen selbst anrufen. Weitere Empfehlungen lauten, niemals Bargeld an der Haustür zu übergeben, mit einer Vertrauensperson über den Anruf zu sprechen und die Polizei zu informieren. Außerdem verweist der Berater auf den „Telefonaufsteller“ aus dem Sicherheitstipp vom Juli 2023.

Seniorinnen und Senioren in der Verbandsgemeinde Weißenthurm können eine kostenlose Einzelberatung oder Vorträge für Gruppen vereinbaren. Ansprechpartnerin für die Terminabsprache ist Nina Vogt von der Verbandsgemeindeverwaltung Weißenthurm. Sie ist telefonisch unter 02637 / 913-419 und per E-Mail an [email protected] erreichbar. Die Beratung bietet der ehrenamtliche Sicherheitsberater Norbert Besmens an.

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