Neuwieder wünschen sich mehr Treffpunkte, sichere Wege und Grün

Für die Neuwieder Strategie „NeuWie?“ wünschen sich Teilnehmende mehr Begegnungsorte, sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer sowie zusätzliche Grünflächen.

Von Redaktionsteam Neuwied2 Min. Lesezeit
In 14 Stadtteilwerkstätten konnten sich die Bürgerinnen und Bürger aller Neuwieder Stadtteile in den Beteiligungsprozess der Stadtentwicklungsstrategie „NeuWie?“ einbringen und eigene Ideen und Impulse beisteuern. Fotos: Alessa Strubel

Foto: Alessa Strubel

Foto: Alessa Strubel

Mehr Orte für Begegnungen, sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer sowie zusätzliche Grünflächen: Diese Wünsche wurden in den 14 Stadtteilwerkstätten zur Neuwieder Stadtentwicklungsstrategie „NeuWie?“ besonders häufig genannt. Die Ergebnisse fließen in die neue Strategie ein, die voraussichtlich Mitte 2027 vorliegen und Ziele sowie Schwerpunkte für die künftige Entwicklung Neuwieds festlegen soll.

Bei den Treffpunkten nannten Teilnehmende unter anderem Bürgerhäuser, lebendige Ortsmitten, Angebote für Jugendliche und öffentliche Plätze, an denen sich Menschen ohne Konsumzwang aufhalten können. Wichtig sei, dass diese Orte offenstehen und Gemeinschaft ermöglichen.

Auch gute Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie sichere und komfortable Wege für den Fuß- und Radverkehr waren wichtige Anliegen. Die Werkstätten zeigten, dass Angebote nicht zwingend im eigenen Stadtteil liegen müssen, sofern andere Stadtteile gut erreichbar sind. In nahezu allen Stadtteilen wurde zudem der Wunsch nach mehr Bäumen, Grünflächen und attraktiveren öffentlichen Räumen geäußert. Damit verbanden die Teilnehmenden auch die Anpassung an Folgen des Klimawandels.

Stadtteile und Gesamtstadt im Blick

In den Gesprächen kam auch der Wunsch auf, einzelne Stadtteile bei der Entwicklung Neuwieds stärker zu berücksichtigen. Zugleich sprachen sich die Teilnehmenden dafür aus, die Stadt als Ganzes voranzubringen. Die Stadtteile mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen sollen nach den Worten von Alessa Strubel, Projektverantwortliche für NeuWie, stärker in der gesamtstädtischen Strategie berücksichtigt werden.

Perspektiven aus weiteren Bevölkerungsgruppen

Ergänzend zu den Stadtteilwerkstätten wurden Kinder und Jugendliche sowie der Beirat für Migration und Integration einbezogen. Dessen Workshop befasste sich mit der Frage, wie Neuwied für Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten und kulturellen Hintergründen lebenswert gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt standen Zugänge zu öffentlichen Angeboten, alltägliche Hürden und Möglichkeiten für ein gutes Miteinander.

Die Ergebnisse der verschiedenen Beteiligungsformate werden zusammengeführt und ausgewertet. Dazu gehörten neben den Stadtteilwerkstätten ein Auftaktforum, ein aufsuchendes Format auf dem Gartenmarkt, thematische Werkstätten und eine Online-Beteiligung. Die Beiträge sollen helfen, gemeinsame Schwerpunkte für Neuwied und seine Stadtteile zu bestimmen. Nicht jeder Wunsch werde kurzfristig umgesetzt werden können. Die Beteiligung soll aber dazu beitragen, die künftige Entwicklung daran auszurichten, was die Menschen im Alltag brauchen. Die Ergebnisse sollen zudem eine wichtige Grundlage für Entscheidungen der kommenden Jahre bilden.

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