Speyer ruft zum Entsiegeln und Begrünen auf
Speyer will öffentliche Flächen weiter entsiegeln und begrünen und ruft zugleich die Stadtgesellschaft zum Mitmachen auf. Die Initiative „Speyer pflastert ab“ soll auch private Eigentümerinnen und Eigentümer, Vereine, Schulen, Unternehmen und Nachbarschaften dazu anregen, befestigte Flächen zurückzubauen und wieder zu begrünen.
Bereits umgesetzt wurden Maßnahmen am St.-Guido-Stifts-Platz und am Heinrich-Lang-Platz, am Knotenpunkt Hafenstraße/Nonnenbachstraße sowie im Bereich des Bebauungsplans 016A in der Waldstraße. In der Burgstraße wird derzeit ein zu schmaler Radweg im Seitenraum zurückgebaut. Die frei werdenden Flächen sollen entsiegelt werden. Das schützt zugleich die vorhandenen Platanen: Deren Wurzelwachstum hatte in der Vergangenheit erhebliche Schäden am Wegebelag verursacht.
Weitere Begrünung geplant
Geplant sind unter anderem Bäume am Berliner Platz und auf dem Bahnhofsvorplatz. Auch im Fördergebiet Kernstadt Mitte werden Möglichkeiten für mehr Grün und weniger Versiegelung berücksichtigt. Bei anstehenden Straßenbauprojekten soll geprüft werden, ob Bäume, Pflanzbereiche und Flächen für natürliche Versickerung geschaffen werden können. Das betrifft die Planungen für die Salierstraße und die Friedensstraße, die Bismarckstraße und die Mittelkämmererstraße sowie die Christoph-Lehmann-Straße. Als Vorbild nennt die Stadt die bereits beschlossene Neugestaltung von Stübergasse und Halbes Dach.
Auch die Bauleitplanung soll Begrünung langfristig sichern. Im Bebauungsplan Nr. 016 A „Östliches Erlichgebiet – Änderungsplanung Waldstraße“ müssen mindestens 80 Prozent der geeigneten Dachflächen extensiv begrünt werden. Für bestimmte Fassadenflächen ist eine dauerhafte Begrünung mit Rank- oder Kletterpflanzen vorgeschrieben. Hinzu kommen Baumpflanzungen im Innenhof und entlang der Stellplätze sowie weitere Gehölzpflanzungen auf den Grundstücksflächen. Schottergärten und wasserundurchlässige Folien sind ebenso unzulässig wie die Umwandlung von Vorgärten in versiegelte Flächen.
Mitmachen auf öffentlichen und privaten Flächen
Der Stadtrat beschloss im Juni den Antrag der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion „Speyer pflastert ab – Entsiegelung und Begrünung fördern“ einstimmig. Die Stadt möchte damit Entsiegelung stärker ins Bewusstsein rücken und Menschen zum eigenen Handeln ermutigen. Möglichkeiten gibt es etwa in Vorgärten, Höfen, Zufahrten oder wenig genutzten Stellplatzbereichen.
Vorschläge für geeignete öffentliche Flächen und Ideen für mehr Entsiegelung können über die Beteiligungsplattform der Stadt unter mitgestalten.speyer.deexterner Link, öffnet ein neues Fenster eingereicht werden. Der bundesweite Wettbewerb „abpflastern“ findet jährlich vom 21. März bis zum 31. Oktober statt. Gezählt werden dauerhaft entsiegelte und wiederbegrünte Quadratmeter. Informationen zum Wettbewerb und zur Teilnahme stehen unter www.abpflastern.deexterner Link, öffnet ein neues Fenster.
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