Schifferstadter Deponieflächen werden weiter rekultiviert
Bei einem Informationsbesuch auf der Kreisbauschuttdeponie in Schifferstadt hat die Kreisverwaltung den Stand der Rekultivierung und weitere geplante Maßnahmen erläutert. Der Termin wurde von Stefano Tedesco, dem für Naturschutz zuständigen Beigeordneten der Stadt, organisiert. Eingeladen waren Mitglieder des städtischen Forst- und Agrarausschusses sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Der Rhein-Pfalz-Kreis ist für Stilllegung, Nachsorge und Rekultivierung der beiden Deponiebereiche zuständig. Die ehemalige Hausmülldeponie wurde bis 1976 betrieben, die Bauschuttdeponie bis 1990. Beide Anlagen sind stillgelegt und nehmen keine Abfälle mehr an.
Weitere Bauabschnitte noch in Planung
Die ersten beiden Bauabschnitte der Bauschuttdeponie wurden 2011 und 2012 rekultiviert. Dort haben sich nach Pflanzungen von Bäumen und Sträuchern inzwischen Grünflächen entwickelt. Für die übrigen Abschnitte laufen die Planungen noch; ein konkreter Zeitplan steht nicht fest.
Auch die ehemalige Hausmülldeponie ist weitgehend bewachsen. Weitere technische Sicherungsmaßnahmen sind allerdings erforderlich. Für die Gestaltung der Flächen ist unter anderem aufbereitetes mineralisches Recyclingmaterial vorgesehen, sofern es die technischen und rechtlichen Anforderungen erfüllt. Eine abschließende Mutterbodenschicht soll anschließend die Begrünung unterstützen.
Recycling und Naturschutz
Auf einem Teil des Geländes betreibt die Firmengruppe Zeller aus Mutterstadt eine Anlage zur Aufbereitung mineralischer Bauabfälle. Die dabei gewonnenen Materialien können teilweise für die spätere Rekultivierung genutzt werden. Einige der künftig zu rekultivierenden Flächen werden derzeit noch für den Anlagenbetrieb benötigt. Die Kreisverwaltung stimmt die weiteren Schritte deshalb mit dem Unternehmen und den zuständigen Behörden ab.
Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit Robinien, die sich auf dem Deponiegelände angesiedelt haben. Die ursprünglich aus Nordamerika stammenden Bäume können zur Bodenstabilisierung beitragen, gelten aber als invasiv und können heimische Pflanzenarten beeinträchtigen. Ob sie entfernt werden, ist noch offen.
Halbjährliche Kontrollen des Grundwassers
Im Bereich der ehemaligen Hausmülldeponie wird das Grundwasser halbjährlich untersucht. Dabei wurden leichte Auffälligkeiten festgestellt. Nach bisheriger fachlicher Einschätzung besteht keine akute Gefährdung. Die Kreisverwaltung stimmt sich dennoch mit der zuständigen Behörde über die langfristige Sicherung des Grundwasserzustands ab.
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