Zeitumstellung am 25. Oktober: Pirmasens warnt vor mehr Wildunfällen

Die untere Jagdbehörde Pirmasens warnt vor mehr Wildunfällen nach der Zeitumstellung am 25. Oktober und gibt Tipps für den Ernstfall.

Von Redaktion Pirmasens1 Min. Lesezeit

In der Nacht auf Sonntag, 25. Oktober 2026, werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Mit der Umstellung auf Winterzeit steigt erfahrungsgemäß das Risiko von Wildunfällen. Die untere Jagdbehörde der Stadtverwaltung Pirmasens ruft Verkehrsteilnehmer deshalb zu besonderer Vorsicht im Berufsverkehr auf.

Wildtiere sind besonders in der Morgen- und Abenddämmerung sowie nachts aktiv. Sie suchen Nahrung oder wechseln ihren Standort. Nach der Ernte fehlt ihnen auf den Feldern Deckung; außerdem suchen sie Schutz vor Witterung, Feinden und Störungen. Auch Paarungszeiten beeinflussen ihr Verhalten: Die Tiere legen dann teils längere Strecken zurück und überqueren häufig Straßen. Wildschweine und Rehe sind oft in Gruppen unterwegs, sodass weitere Tiere folgen können, wenn eines die Fahrbahn kreuzt.

Bei Wildwechsel vorsichtig fahren

In Waldgebieten und entlang landwirtschaftlich genutzter Flächen sollten Autofahrer ihre Geschwindigkeit der Gefahrensituation anpassen. Das Schild „Achtung Wildwechsel“ mit einem springenden Hirsch weist auf bekannte Gefahrenstellen hin. Steht ein Tier auf oder neben der Fahrbahn, sollten Verkehrsteilnehmer langsam fahren, bremsbereit sein und das Fernlicht ausschalten, damit das Tier nicht geblendet wird. Hupen kann helfen, es zu vertreiben.

Was bei einem Wildunfall zu tun ist

Kommt es zu einem Zusammenstoß, sollten Betroffene zunächst Ruhe bewahren. Anschließend sind die Warnblinkanlage einzuschalten, eine Warnweste anzuziehen und die Unfallstelle abzusichern – auch wenn das Tier geflüchtet ist. Bei Personenschäden ist der Notruf 112 zu wählen und Erste Hilfe zu leisten.

Die Polizei muss in jedem Fall verständigt werden. Mit dem genauen Standort kann sie den Unfall dem zuständigen Jagdpächter zuordnen und weitere Maßnahmen abstimmen. Betroffene sollten am Unfallort oder in sicherer Entfernung warten, bis Polizei oder Jäger eintreffen. Die Beamten können eine Wildunfallbescheinigung für die Versicherung ausstellen.

Verletzte Tiere sollten nicht angefasst werden, da sie sich wehren können. Das angefahrene Wild darf nicht von der Unfallstelle entfernt werden, weil dies strafrechtliche Folgen haben kann.

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