Stadtführung in Pirmasens erinnert an die Reichspogromnacht
Eine offene Stadtführung in Pirmasens widmet sich der Reichspogromnacht und den Folgen der Verfolgung für das jüdische Leben vor Ort. Unter dem Titel „Erinnerung bewahren - Die Reichspogromnacht in Pirmasens“ führen Ute Jaquet-Wagner und Penelope de Koning-Schwöbel am Samstag, 7. November 2026, zu Stationen im Stadtgebiet.
Der Rundgang beleuchtet die Ereignisse vom 9. auf den 10. November 1938, als Synagogen im Deutschen Reich brannten und auch das jüdische Gotteshaus in Pirmasens zerstört wurde. Die Gewalt wurde von Verhaftungen, Misshandlungen und der Zerstörung jüdischer Geschäfte begleitet. Die Gästeführerinnen erläutern zudem die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe sowie die Bedeutung jüdischen Lebens für die Stadt.
Der Weg beginnt in der Hauptstraße und führt an Orten früherer jüdischer Geschäfte vorbei, darunter das Kaufhaus Bähr und das Geschäft der Familie Katz. Weitere Stationen sind der jüdische Friedhof an der Ottostraße und der ehemalige Platz der Pirmasenser Synagoge. Nach Angaben der Stadt wurden mehr als 270 Pirmasenser Juden in Konzentrationslagern ermordet oder in den Tod getrieben.
Termin und Anmeldung
Treffpunkt ist um 14.30 Uhr an der Lutherkirche in der Fußgängerzone, Hauptstraße 58. Bei schlechtem Wetter findet die Führung dort virtuell statt. Die Teilnahme kostet sieben Euro pro Person; Kinder bis 14 Jahre sind frei. Um Anmeldung beim Stadtarchiv wird unter 06331/842299 gebeten.
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