Pirmasens erreicht Platz vier im Papieratlas-Wettbewerb
Pirmasens zählt zu den recyclingpapierfreundlichsten Mittelstädten Deutschlands. Im Papieratlas-Städtewettbewerb der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) belegte die Stadt gemeinsam mit Singen den vierten Platz. Insgesamt nahmen 114 Groß- und Mittelstädte teil; ihre durchschnittliche Recyclingpapierquote lag bei mehr als 91 Prozent.
In der Verwaltung, den Schulen und der Hausdruckerei verwendet Pirmasens nach eigenen Angaben zu 100 Prozent Papier mit dem Blauen Engel. Im vergangenen Jahr sparte die Stadt im Vergleich zu Frischfaserpapier mehr als 640.000 Liter Wasser und über 140.000 Kilowattstunden Energie ein. Die Wassermenge entspricht dem täglichen Bedarf von mehr als 5.300 Menschen. Die Energieeinsparung könnte den jährlichen Strombedarf von 41 Drei-Personen-Haushalten decken.
„Bei der nachhaltigen Papierbeschaffung nimmt die Stadt Pirmasens eine Vorreiterrolle ein. Der Einsatz von Blauer-Engel-Papier erzielt spürbare ökologische Effekte und dient als inspirierendes Best-Practice-Beispiel für alle Kommunen“, sagte Marc Gebauer, Sprecher der IPR.
Bürgermeister Michael Maas verwies auf die langfristige Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt. Umweltfreundlich produziertes Papier komme in der Verwaltung seit mehr als 35 Jahren zum Einsatz. Zugleich wolle Pirmasens möglichst sparsam mit Papier umgehen. Den vierten Platz unter den 114 Wettbewerbsteilnehmern bezeichnete Maas als Ansporn, künftig noch besser zu werden.
Der Papieratlas dokumentiert seit 2008 jährlich den Papierverbrauch und die Recyclingpapierquoten deutscher Städte. Seit 2016 werden auch Hochschulen und seit 2018 Landkreise erfasst. Zu den Kooperationspartnern zählen unter anderem das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und kommunale Spitzenverbände.
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