Dezernentenradtour startet in Worms und endet in Speyer
Zweite Runde am 11. September 2026 unter dem Motto „Gemeinsam regional vernetzt“: Austausch über Radverkehrsprojekte und verbindende Routen
Die Dezernentenradtour in der Region geht am Freitag, 11. September 2026, in die zweite Runde. Unter dem Motto „Gemeinsam regional vernetzt“ führt die diesjährige Tour von Worms über Monsheim, Grünstadt, Bad Dürkheim und Neustadt nach Speyer.
Zu den Teilnehmenden gehören unter anderem der Beigeordnete Manuel Steinbrenner aus Kaiserslautern, die Beigeordnete Irmgard Münch-Weinmann aus Speyer, der Kreis-Beigeordnete Frank Pfannebecker für den Rhein-Pfalz-Kreis, Radverkehrsbeauftragter Arnold Merkel aus Neustadt, Bürgermeister Michael Oberholz aus der Verbandsgemeinde Freinsheim sowie aus Ludwigshafen der Bau- und Umweltdezernent Alexander Thewalt und Sandra Hagen, Bereichsleitung Tiefbau.
Gemeinsamer Blick auf die Radverkehrsinfrastruktur
Nach Angaben der Stadt hatte bereits die erste gemeinsame Tour im Jahr 2025 gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch über kommunale Grenzen hinweg ist. Damals radelten Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung rund 100 Kilometer von Kaiserslautern über Bad Dürkheim, Ludwigshafen und Mannheim bis nach Heidelberg. Im Mittelpunkt standen dabei aktuelle Radverkehrsprojekte, die Vernetzung der Kommunen und die Frage, wie Radverkehr in der Region noch attraktiver und sicherer gestaltet werden kann.
Der diesjährige Streckenverlauf stellt vor allem die verbindenden Radverkehrsrouten zwischen den Kommunen in den Mittelpunkt. Von Worms geht es über Monsheim und Grünstadt nach Bad Dürkheim. Dort ist eine gemeinsame Mittagspause vorgesehen. Sie soll auch den Austausch mit der Bürgermeisterin Frau Bauernschmitt und dem Landrat Ihlenfeld von Bad Dürkheim ermöglichen, die aufgrund des gleichzeitig stattfindenden Wurstmarktes nicht an der gesamten Tour teilnehmen können.
Nach der Mittagspause führt die Strecke weiter über Neustadt an der Weinstraße nach Speyer. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur der persönliche Austausch, sondern auch das unmittelbare Erleben der Radverkehrsinfrastruktur. Die Tour soll verdeutlichen, wo Verbindungen bereits gut funktionieren, wo Komfort und Sicherheit gegeben sind und an welchen Stellen noch Verbesserungsbedarf besteht.
Stärkung der regionalen Zusammenarbeit
Die Dezernentenradtour soll nicht nur den Austausch über umgesetzte Maßnahmen fördern, sondern auch Raum schaffen, um Herausforderungen gemeinsam zu betrachten und Erfahrungen aus unterschiedlichen Kommunen auszutauschen. Gerade bei überörtlichen Verbindungen seien die Schnittstellen zwischen den Kommunen entscheidend, heißt es in der Mitteilung. Eine hochwertige Radverkehrsanlage verliere an Wirkung, wenn sich Qualität, Wegweisung oder Verkehrsführung an der Stadtgrenze verändern.
Bau- und Umweltdezernent Alexander Thewalt betont, Radverkehr ende nicht an der Stadtgrenze. Wenn attraktive und durchgängige Verbindungen geschaffen werden sollen, müsse auch über kommunale Grenzen hinweg geplant und gehandelt werden. Die Dezernentenradtour biete dafür eine gute Gelegenheit, weil sie den gemeinsamen Blick auf funktionierende Lösungen ebenso ermögliche wie den offenen Austausch über Herausforderungen.
Radverkehrsbeauftragter Nico Kühn verweist darauf, dass die Perspektive auf dem Fahrrad eine andere sei als am Schreibtisch oder auf dem Plan. Durch das gemeinsame Unterwegssein lasse sich die Infrastruktur unmittelbar erleben und die eigene Planung kritisch mit der Realität abgleichen. Dieser praktische Austausch sei für eine zukunftsfähige Radverkehrsplanung besonders wertvoll.
Für Alexander Thewalt ist die Fortsetzung der Tour auch ein Signal. Er hofft, die Dezernentenradtour langfristig als feste regionale Veranstaltung zu etablieren. Der persönliche Austausch stärke die Zusammenarbeit und helfe zugleich dabei, Prozesse effizienter zu gestalten und gemeinsame Projekte schneller voranzubringen.
Radverkehr im September besonders im Fokus
Die Tour findet in einem Monat statt, in dem der Radverkehr und nachhaltige Mobilität in der Region besonders im Fokus stehen. In Ludwigshafen läuft derzeit das STADTRADELN. Außerdem ist am 1. September die diesjährige Teilnahme am ADFC-Fahrradklima-Test gestartet. Ein weiterer Höhepunkt folgt mit der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September. In zahlreichen Kommunen der Region sind dazu verschiedene Veranstaltungen und Aktionen geplant.
Mit dem Motto „Gemeinsam regional vernetzt“ soll die Dezernentenradtour ein Zeichen für kommunale und regionale Zusammenarbeit setzen. Radverkehr wird dabei nicht isoliert innerhalb einzelner Kommunen gedacht, sondern als verbindendes Element einer lebenswerten und zukunftsfähigen Region.
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