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Bildung

Koblenz plant Interimsschule in der Goldgrube: Zeitplan angepasst

Verwaltung bringt Vorlage für Aufstellungsbeschluss ein und nutzt beschleunigtes Verfahren; Bauvorbereitungen laufen weiter

Von Redaktion Koblenz11.09.26, 18:14

Die Stadt Koblenz passt den Zeitplan für die geplante Interimsschule in der Goldgrube an. Der Stadtrat hatte in seiner Mai-Sitzung mehrheitlich den Grundsatzbeschluss gefasst, dort ein Interims-Schulgebäude zu errichten. Zunächst soll es vom Max-von-Laue-Gymnasium genutzt werden, damit am bisherigen Standort an der Südallee notwendige Bauarbeiten möglich werden.

Im Abstimmungsprozess mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord hat sich nach Angaben der Stadtverwaltung ergeben, dass für den Standort ein Bebauungsplanverfahren erforderlich ist. Deshalb will die Verwaltung in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Mobilität am 21. September eine Vorlage für einen Aufstellungsbeschluss einbringen. Die Aufstellung soll im beschleunigten Verfahren für eine Innenentwicklungsmaßnahme erfolgen.

Unabhängig vom Bebauungsplanverfahren laufen nach Angaben der Stadt derzeit die Vorbereitungen für Vergabe und Bau des Interimsstandortes weiter. Für das Vorhaben ist erstmals eine Totalunternehmer-Vergabe vorgesehen. Dafür sei wegen vertraglicher und technischer Anforderungen zusätzlicher zeitlicher Vorlauf notwendig.

Baudezernent Prof. Dr. Andreas Lukas begründet das Vorgehen damit, dass ein möglichst reibungsloser Bauablauf erreicht werden solle, um spätere Verzögerungen und Mehrkosten zu vermeiden.

Aus dem Verfahren und den erweiterten Vorbereitungen ergibt sich ein neuer vorläufiger Zeitplan. Die Einreichung des Bauantrags ist für das 2. Quartal 2027 vorgesehen, der Beginn der Erdarbeiten für das 4. Quartal 2027. Wenn alles nach Plan verläuft, soll der Bau im 3. Quartal 2028 stehen. Im Anschluss könnte der Umzug des Max-von-Laue-Gymnasiums an den Interimsstandort in der Goldgrube erfolgen. Ursprünglich war der Umzug zum Schuljahr 2027/2028 vorgesehen.

Laut Lukas seien Änderungen im Zeitplan für die Schulgemeinde mit vielen Fragen verbunden. Die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler habe dabei höchste Priorität. Bildungsdezernent Ingo Schneider betont zugleich, dass die betroffenen Schulen, das Max-von-Laue-Gymnasium und die Pestalozzi-Grundschule, ebenso wie ihre Schulgemeinschaften Planungssicherheit benötigten. Sie bräuchten einen verlässlichen Zeitplan, mit dem sie arbeiten könnten.

Das Bestandsgebäude des Max-von-Laue-Gymnasiums in der Südallee soll bis Ende 2028 weiter genutzt werden. Dafür ist nach Angaben der Stadt eine neue Gefährdungsbeurteilung durch die Feuerwehr Koblenz notwendig, die erstellt werden soll.

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Bildunterzeile: Das Max-von-Laue-Gymnasium soll erst später an den Interimsstandort in der Goldgrube umziehen.
Foto: Andreas Egenolf/Stadt Koblenz

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