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Alte Rotbuche im Weindorf muss weichen

Pilzbefall macht Fällung vor Sanierung nötig – Neupflanzung geplant

Von Redaktion Koblenz02.07.25, 00:14

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SD
Stephan Dally

Die traditionsreiche Rotbuche im Innenhof des Weindorfes steht vor einem folgenschweren Einschnitt: Aufgrund eines Pilzbefalls muss der rund 100-jährige Baum in Kürze gefällt werden. Die Entscheidung der Stadtgärtner, diesen Schritt zu gehen, wurde nach eingehender Prüfung der Baumgesundheit und aus Sicherheitsgründen getroffen.

Schadensbild und Handlungsbedarf

Die imposante Rotbuche, die den Innenhof der historischen Weindorf-Anlage seit 1925 prägt und mit etwa 17 Metern die Umgebung dominiert, ist stark vom Lackporling befallen. Der Pilz, dessen Fruchtkörper mittlerweile deutlich am Stamm zu sehen sind, hat die Standfestigkeit und Bruchsicherheit des Baumes erheblich beeinträchtigt. Eine weitere Verzögerung könnte das Risiko für Besucher und die denkmalgeschützten Gebäude erhöhen.

Kurz erklärtLackporling (Ganoderma applanatum)

Ein Pilz, der als Schwächeparasit auf Laubbäumen wie Buche und Eiche lebt und eine sogenannte Weißfäule verursacht. Er tritt vor allem an geschwächten Bäumen auf und bildet einjährige Fruchtkörper, die meist vom Sommer bis Spätherbst sichtbar sind.

Bedeutung für das Weindorf

Das Weindorf wurde 1925 im Rahmen der „Reichsausstellung Deutscher Wein“ gegründet und ist seither ein wichtiger Teil des lokalen Kulturerbes. Der Innenhof mit seinen vier Fachwerkhäusern gilt als Kulturdenkmal. Die Buche spendete bislang nicht nur Schatten, sondern galt auch als eine der Attraktionen des Geländes. Nach der Fällung wird der Platz um eine markante Besonderheit ärmer sein.

Die notwendige Fällung ist auch deswegen vorgezogen, weil das Weindorf ab Oktober für eine umfassende Sanierung geschlossen wird. Die Baumexperten möchten bis dahin kein Risiko eingehen und plädieren für eine zügige Entfernung der befallenen Buche.

Neupflanzung und weitere Veränderungen

Trotz des Verlusts gibt es bereits Pläne für eine Zukunft mit neuem Grün im Innenhof. Stadtbaummanager Stephan Dally erklärt: „Wir werden uns mit dem Zentralen Gebäudemanagement über den besten Zeitpunkt absprechen, dort einen neuen, ortsprägenden Baum zu pflanzen.“ So soll die Tradition eines prägenden Baumes im Weindorf auch nach der Sanierung weitergeführt werden.

Fazit und Ausblick

Der baldige Verlust der 100-jährigen Rotbuche stellt einen bedeutenden Einschnitt für das Weindorf und seine Besucher dar. Die geplante Neupflanzung bietet jedoch die Chance auf einen Neuanfang und setzt ein Signal für den Erhalt und die behutsame Weiterentwicklung des historischen Ortes.

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Alte Rotbuche im Weindorf muss weichen
Foto: stadt.koblenz.deBild 1 von 2

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