OB Frühauf würdigt die Stefan-Morsch-Stiftung zum 40-jährigen Bestehen

Die Stefan-Morsch-Stiftung hat in der Messehalle Idar-Oberstein ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Bei dem Festabend standen die Geschichte der Stiftung, ihre Rolle als erste Stammzellspenderdatei Deutschlands und die Entwicklung der Stammzelltherapie in den vergangenen Jahrzehnten im Mittelpunkt.
Oberbürgermeister Frank Frühauf würdigte die gesellschaftliche Bedeutung der Stiftung und hob hervor, dass von Idar-Oberstein aus eine Einrichtung entstanden ist, die weit über die Region hinaus Hoffnung für Leukämie- und Tumorpatienten vermittelt.
Aus einem persönlichen Verlust entstand Hilfe für viele
Der Ursprung der Stiftung geht auf einen schweren Einschnitt in der Familie Morsch zurück. Der damals 16-jährige Stefan Morsch erkrankte an Leukämie. Eine Stammzellspende ermöglichte ihm 1984 in Seattle die Chance auf Heilung. Nachdem er kurze Zeit später starb, beschlossen seine Eltern Emil und Hiltrud Morsch, das Vermächtnis ihres Sohnes weiterzutragen.
Mit der Gründung der Stefan-Morsch-Stiftung legten sie den Grundstein für Deutschlands erste Stammzellspenderdatei. Heute steht Susanne Morsch als Vorstandsvorsitzende an der Spitze der Stiftung und führt die Arbeit der Familie weiter.
Jubiläumsabend mit Rückblick und Ausblick
Nach Angaben der Stadt war der Festabend von bewegenden Begegnungen und emotionalen Momenten geprägt. Zugleich bot die Veranstaltung Raum für Beiträge aus Politik, Medizin, Wirtschaft und Gesellschaft.
Dabei wurde auch deutlich, wie stark sich die medizinische Forschung und besonders die Stammzelltherapie in den vergangenen 40 Jahren entwickelt haben. Die beim Jubiläum dargestellten Fortschritte eröffnen Patientinnen und Patienten heute Möglichkeiten, die vor vier Jahrzehnten noch undenkbar gewesen wären.
Freiwillige Registrierungen bleiben eine wichtige Grundlage
Zum Erfolg der Stiftung trägt nach Darstellung der Stadt seit jeher die Hilfsbereitschaft vieler freiwillig Registrierter bei. Der Abend erinnerte damit nicht nur an die Anfänge der Einrichtung, sondern auch an die Bedeutung der Menschen, die sich als potenzielle Spenderinnen und Spender erfassen lassen.
Frühauf dankte den Mitarbeitenden der Stiftung, den Spenderinnen und Spendern sowie der Familie Morsch. Zugleich verband er das Jubiläum mit einem zuversichtlichen Blick nach vorn: Die medizinischen Möglichkeiten entwickeln sich weiter und eröffnen neue Wege, Leben zu retten und Hoffnung zu schenken.
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