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Idar-Oberstein: Vermehrte Wildschweinbesuche in Ortslagen

Die Stadt verweist auf begrenzte Einflussmöglichkeiten und rät Grundstückseigentümern zu geeigneten Schutzmaßnahmen

Von Redaktion Idar-Oberstein27.08.26, 12:01

In jüngster Zeit kommt es nach Angaben der Stadtverwaltung Idar-Oberstein wieder vermehrt zu Problemen mit Wildschweinen, die in bebaute Ortslagen vordringen und dort Schäden verursachen. Die Hinweise dazu nimmt die Stadt ernst und geht ihnen nach. Ihre Einflussmöglichkeiten auf die Wildschweinpopulation seien jedoch begrenzt, da Maßnahmen zur Regulierung des Wildbestandes grundsätzlich den jeweiligen Jagdausübungsberechtigten obliegen. Die Stadt bringe entsprechende Hinweise dennoch immer wieder gegenüber den zuständigen Jagdpächtern zur Sprache.

Zugleich erinnert die Verwaltung daran, dass Grundstückseigentümer grundsätzlich selbst dafür verantwortlich sind, geeignete Schutzmaßnahmen für ihre Grundstücke zu treffen. Grundstücke sollten zudem möglichst so unterhalten werden, dass sie Wildschweinen keine zusätzlichen Nahrungs- oder Rückzugsmöglichkeiten bieten. Auf diese Weise lasse sich auch die Gefahr einer Begegnung mit Wildschweinen im urbanen Raum verringern.

Weniger Nahrung kann Wildschweine fernhalten

Nach Angaben der Stadt zeichnet sich in diesem Jahr aufgrund lang anhaltender Hitze und geringer Niederschläge bei Eichen und Buchen eine deutlich geringere Fruchtbildung ab als in den vergangenen Jahren. Das könnte dazu führen, dass Wildschweine auf der Suche nach alternativen Nahrungsquellen insbesondere im Herbst und Winter verstärkt in bewohnte Bereiche vordringen.

Um die Tiere nicht zusätzlich anzulocken, empfiehlt die Stadtverwaltung Grundstückseigentümern und Anwohnern insbesondere folgende Maßnahmen:

  • Grundstücke wirksam sichern: Eine stabile und ausreichend widerstandsfähige Einzäunung kann das Eindringen von Wildschweinen deutlich erschweren. Dafür eignen sich unter anderem stabile Doppelstabmattenzäune.
  • Keine zugänglichen Nahrungsquellen schaffen: Müll, Biomüll oder Gelbe Säcke sollten nicht frei zugänglich auf dem Grundstück gelagert werden.
  • Tierfutter nicht im Freien stehen lassen: Katzen- und Hundefutter sollte außerhalb der Fütterungszeiten nicht dauerhaft im Außenbereich verbleiben.
  • Fallobst zeitnah entfernen: Herabgefallenes Obst sollte bei vorhandenen Obstbäumen regelmäßig und möglichst zeitnah aufgesammelt werden, damit es keine Nahrungsquelle für Wildschweine darstellt.

Durch diese Maßnahmen könnten Bürgerinnen und Bürger dazu beitragen, Wildschweine nicht unbeabsichtigt in den Siedlungsbereich zu locken und mögliche Konflikte zwischen Mensch und Tier zu reduzieren. Außerdem könne dadurch auch die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verhindert werden. Nach Darstellung der Stadt spielen dabei insbesondere weggeworfene oder für Wildschweine zugängliche Lebensmittel und Speisereste eine wesentliche Rolle. Eine konsequente Vermeidung von Futterquellen im Siedlungsbereich sei daher sowohl mit Blick auf die Wildschweinproblematik als auch auf die Prävention der ASP von großer Bedeutung.

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Idar-Oberstein: Vermehrte Wildschweinbesuche in Ortslagen
Idar-Oberstein: Vermehrte Wildschweinbesuche in OrtslagenFoto: Ki Generiert

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