Dieter Jerusalem erhält den Kulturpreis der Stadt Idar-Oberstein

Der Förderpreis für Kunst und Kultur der Stadt Idar-Oberstein für 2026 geht an Dieter Jerusalem. Die Jury entschied sich in ihrer Sitzung am Donnerstag, 22. Oktober, für den Lapidärmeister, der über fünf Jahrzehnte ein umfangreiches Archiv zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Stadt aufgebaut hat.
Die Sammlung umfasst rund 500 Leitz-Ordner mit Originalquellen und Kopien aus Zeitungen, Amtsblättern und weiteren Unterlagen. Sie dokumentiert die Geschichte zahlreicher Unternehmen der Edelstein- und Schmuckbearbeitung. Auch Forschende, Studierende, Journalistinnen und Journalisten sowie Fernsehteams nutzten das Material. Originalunterlagen zur Nachkriegszeit, zur französischen Besatzung und zur „Entnazifizierung“ in Idar-Oberstein sind von besonderem historischem Wert.
Ende 2025 verkaufte Jerusalem seine Privatsammlung an die Stadt und übergab sie dem Stadtarchiv. Zahlreiche Spender finanzierten den Kaufpreis. Mit der Sammlung steht dem Archiv eine breitere Quellenbasis für seine Nutzerinnen und Nutzer zur Verfügung.
Jerusalem sagte über seine Sammelleidenschaft: „Kultur bedeutet für mich das Bewahren der Geschichte des Edelstein- und Bijouteriehandwerks in Idar-Oberstein, welches als Alleinstellungsmerkmal für die Stadt eine große Bedeutung hat“. Über die Auszeichnung erklärte er: „Ich freue mich riesig darüber, dass mir diese Ehre für mein Lebenswerk zuteilwird“.
Die offizielle Preisverleihung soll beim kommenden Neujahrsempfang stattfinden. Der Förderpreis ist mit 2.500 Euro dotiert; das Preisgeld wird von der Kreissparkasse Birkenfeld gesponsert.
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