BarrierefreiheitEinfache Sprache
Pfalz Gebabbel Logo
LandkreiseVeranstaltungen

Rechtliches

  • Impressum
  • Datenschutz
  • AGB
  • KI-Hilfsmittel
  • Transparenzbericht
  • Unsere Quellen
  • Über uns
  • Styleguide

Verlag & Partner

  • Hessen App GmbH
  • dashdesign;
  • Die Stadt App
  • Die Mittelhessen-App
  • Herold News

Service

  • Kontakt
  • Problem melden
  • Werbung schalten
  • PUR-Abo & Kündigung

© 2026 Hessen App GmbH

Sprache wählen
Wirtschaft

Praxisbeispiel „Alles unter einem Dach“ beim 28. Vergabetag Rheinland-Pfalz

Stadt Bingen am Rhein stellt das Familienzentrum Josef Metzroth in Nieder-Olm vor und berichtet über Verwaltungserfahrungen bei der Vergabe von Planungsleistungen

Von Redaktion Bingen am Rhein03.09.26, 14:13

Beim 28. Vergabetag Rheinland-Pfalz am 9. September 2026 in Nieder-Olm stellt die Stadtverwaltung Bingen am Rhein ein Projekt aus der eigenen Praxis vor: das Familienzentrum Josef Metzroth in Bingen-Bingerbrück. Für die Stadt sprechen Christine Kreis vom Bauamt und Soner Diken vom Amt für Gebäudewirtschaft gemeinsam mit Christopher Unger vom Architekturbüro Studiobornheim Unger Ritter Architekten, das die Planung des Familienzentrums verantwortet hat.

Der Vergabetag Rheinland-Pfalz ist eine gemeinsame Veranstaltung der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, des Gemeinde- und Städtebundes sowie des Landkreistages Rheinland-Pfalz. Er widmet sich der Praxis des öffentlichen Vergaberechts.

Erfahrungen aus der Verwaltungspraxis

Vor dem eigentlichen Beispiel Familienzentrum geben die Referierenden einen Überblick über die Verwaltungspraxis bei der Vergabe von Planungsleistungen in Bingen. In den vergangenen Jahren hat die Stadt mehrere größere Bauprojekte über Planungswettbewerbe und vergleichbare Verfahren realisiert oder auf den Weg gebracht. Dazu zählen die Mehrzweckhalle Kempten, der Rathausplatz Büdesheim, der Venarey-les-Laumes-Platz, die Konzeptvergabe Franz-Burkard-Straße sowie aktuell die Neuausrichtung des Verwaltungsstandortes Mainzer Straße und das Umfeld der Burg Klopp.

Nach Angaben der Stadt hat sich die Verwaltung dadurch Erfahrung im Bereich Wettbewerb und Vergabe erarbeitet und entsprechende Verfahren als festen Bestandteil ihrer Planungspraxis etabliert.

Das Familienzentrum Josef Metzroth als Praxisbeispiel

Ausgangspunkt für das Familienzentrum war die Aufnahme des Stadtteils Bingen-Bingerbrück in die Förderkulisse „Soziale Stadt“. Im Rahmen vorbereitender Untersuchungen zeigte sich dort ein erhöhter Unterstützungsbedarf für Familien in schwierigen sozialen Lagen. Gleichzeitig waren die bestehenden Kindertagesstätten baulich veraltet.

Daraufhin entstand die Idee, unter dem Leitgedanken „Alles unter einem Dach“ eine neue Einrichtung zu schaffen, die eine sechsgruppige Kindertagesstätte für bis zu 120 Kinder mit einem Familienzentrum für Beratung, Bildung und Begegnung verbindet. Die Bauaufgabe galt als anspruchsvoll, weil auf einem relativ kleinen Grundstück in der Hildegardisstraße mit einem Höhenunterschied von rund neun Metern ein umfangreiches Raumprogramm städtebaulich und freiraumplanerisch überzeugend umgesetzt werden sollte.

Die Stadt entschied sich für ein dreistufiges Verfahren aus Teilnahmewettbewerb, nichtoffenem Realisierungswettbewerb nach RPW und anschließendem VgV-Verhandlungsverfahren. Aus 19 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen ging der Entwurf von Studiobornheim Unger Ritter Architekten als Sieger hervor und wurde anschließend beauftragt. 2025 wurde die Einrichtung in Betrieb genommen; ergänzt wird das Gebäude durch ein Kunst-am-Bau-Werk des Frankfurter Künstlers Anselm Baumann.

Positive Bilanz trotz hohen Aufwands

Im Resümee ihres Vortrags ziehen die Referierenden eine positive Bilanz. Verfahren mit integriertem Planungswettbewerb bedeuten demnach zwar einen erheblichen Aufwand an Zeit, Personal und Mitteln. Die Ergebnisse und die hohe bauliche Qualität hätten in Bingen jedoch dazu beigetragen, dass diese Form der Vergabe politisch wie verwaltungsintern zunehmend Akzeptanz finde.

Das Familienzentrum Josef Metzroth gilt inzwischen als Vorzeigeprojekt, sowohl im Hinblick auf zeitgemäße Quartiers- und Sozialraumarbeit als auch als anerkannter Beitrag zur Baukultur. Es war unter anderem beim diesjährigen Tag der Architektur zu besichtigen.

Oberbürgermeister Thomas Feser betont: „Das Familienzentrum Josef Metzroth zeigt, was möglich ist, wenn man sich die Zeit nimmt, ein Verfahren sorgfältig aufzusetzen und konsequent durchzuziehen. Ich freue mich, dass unsere Kolleginnen und Kollegen diese Erfahrungen jetzt auch anderen Kommunen im Land zur Verfügung stellen.“

Weitere Informationen zum Familienzentrum Josef Metzroth sind unter www.bingen.de/leben/kinder-familien-senioren/familien/familienzentrum abrufbar.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen→

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern:

WhatsAppFacebookXE-Mail
Praxisbeispiel „Alles unter einem Dach“ beim 28. Vergabetag Rheinland-Pfalz
Foto: Sonerdiken

Artikel anhören

Audioversion

Ihr Browser unterstützt die Audiowiedergabe nicht.