Bauzeitverzug an der Landgrafenbrücke: Behelfsbrücke bleibt nutzbar
Mangelhafte Schweißnähte am Überbau erfordern Nacharbeiten bis voraussichtlich Mitte September 2026; die Verkehrsfreigabe wird für Frühjahr 2027 erwartet.
Bei der Landgrafenbrücke in Bad Neuenahr-Ahrweiler kommt es wegen Mängelbeseitigungen zu einem Bauzeitverzug von rund zehn Wochen. Nach aktuellem Stand wird mit einer Verkehrsfreigabe im Frühjahr 2027 gerechnet. Die Behelfsbrücke kann bis dahin wie gewohnt genutzt werden.
Schweißnähte am Überbau waren mangelhaft
Mit dem planmäßigen Einhub der drei Stahlüberbauteile Ende April 2026 war nach Angaben der Stadt ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Verkehrsfreigabe einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen in Bad Neuenahr erreicht worden. Anschließend wurden die drei Brückenteile miteinander verschweißt. Im Vorgriff auf die weiteren Arbeiten wurden die Schweißverbindungen routinemäßig geprüft. Dabei wurden an einzelnen Schweißnähten Mängel festgestellt.
Daraufhin weitete die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) die Prüfung vorsorglich auf sämtliche Schweißnähte aus. Es habe sich gezeigt, dass die Schweißnähte am Überbau der Brücke gänzlich mangelhaft ausgeführt worden seien. Zur Bewertung der Mängel und zur Prüfung des von der ausführenden Stahlbaufirma vorgelegten Instandsetzungskonzeptes wurden zusätzlich Fachgutachter hinzugezogen.
Nacharbeiten laufen bis Mitte September
Mit Abschluss der Untersuchungen im August seien der Umfang der Nacharbeiten sowie der notwendige Zeitbedarf ermittelt worden. Die Mängelbeseitigung ist bereits in Ausführung und soll voraussichtlich bis Mitte September 2026 dauern. Währenddessen unterliegt sie nach Angaben der AuEG einer ständigen Qualitätskontrolle, damit der Bevölkerung ein dauerhaft mängelfreies und sicheres Brückenbauwerk übergeben werden kann.
Weitere Arbeiten und Behelfsbrücke
Da die anschließenden Arbeiten voraussichtlich teilweise in die Wintermonate fallen, sind weitere witterungsbedingte Verzögerungen möglich. Gleichzeitig sollen Maßnahmen ergriffen werden, um den Baufortschritt möglichst auch in den Wintermonaten zu gewährleisten und zusätzliche Verzögerungen zu vermeiden.
Der Rückbau der Behelfsbrücke wird deshalb entsprechend des späteren Zeitpunkts der Verkehrsfreigabe der neuen Landgrafenbrücke neu terminiert. Die zusätzliche Zeit soll außerdem genutzt werden, um notwendige Tiefbauarbeiten im unmittelbaren Bereich vor der neuen Landgrafenbrücke vorzuziehen. So sollen spätere Verkehrseinschränkungen im Zusammenhang mit Leitungsverlegungen vermieden werden.
Die Stadtverwaltung und die AuEG danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis, ihre Geduld und ihre Unterstützung für die weiterhin erforderlichen Einschränkungen im Zuge der Wiederaufbaumaßnahmen.
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