Andernach setzt bei Klimaanpassung auf Stadtgrün und Sensoren

Andernach plant mehr Begrünung, Regenwasserrückhalt und zusätzliche Messungen, um Menschen und Stadt besser vor Hitze und Starkregen zu schützen.

Von Redaktion Andernach1 Min. Lesezeit

Häufigere und intensivere Hitzeperioden stellen auch Andernach vor die Frage, wie sich die Menschen besser vor den Folgen des Klimawandels schützen lassen. Die Stadt setzt dabei auf langfristige Maßnahmen und will Klimaanpassung von Beginn an in geplante Bauvorhaben einbeziehen.

Im vergangenen Jahr wurden an der Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes in Andernach an zwei Tagen die höchsten Temperaturen Deutschlands gemessen. Die Werte beziehen sich jedoch auf den Standort der Station und bilden nicht zwangsläufig die Temperaturverhältnisse im gesamten Stadtgebiet ab. Je nach Bebauung, Vegetation und Höhenlage kann es innerhalb einer Stadt Unterschiede geben.

Das Klimabeet an der Stadtmauer liefert bereits Temperaturmesswerte. Perspektivisch könnte das Messnetz im Stadtgebiet um weitere Stationen ergänzt werden. Außerdem prüft das Sachgebiet Umwelt und Nachhaltigkeit gemeinsam mit dem Bereich Digitalisierung den Einsatz von Baumsensoren. Sie sollen zunächst die Wasserversorgung der Bäume erfassen und könnten später auch Temperaturen im Schatten messen.

Begrünung und Starkregenvorsorge

Bei städtischen Baumaßnahmen sollen unter anderem mehr miteinander vernetzte Grünflächen, begrünte Bauwerke sowie klimaangepasste Baum- und Pflanzenarten berücksichtigt werden. Dachbegrünungen am Läufkreuz und auf dem Dach der Volkshochschule sollen Gebäude und Umgebung kühlen, Regenwasser zurückhalten und das Stadtklima verbessern.

Auch im Baugebiet Am Burgerbergweg II sind Maßnahmen vorgesehen. Im Grüngürtel rund um das Gebiet soll es Begrünung, Wasserschutz und Vorsorge gegen Starkregen geben. Zudem soll die Versiegelung möglichst gering bleiben. Niederschlagswasser soll etwa über Dachbegrünungen verzögert in die Kanalisation gelangen.

Oberbürgermeister Christian Greiner betont, Klimaanpassung und die Schaffung von Wohnraum seien miteinander vereinbar. Beides gehöre zu einer vorausschauenden Stadtentwicklung, erklärte er.

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