Gemeinsame Testkäufe prüfen Jugendschutz bei Tabakwaren und E-Zigaretten in Alzey
Ordnungsamt, Polizeiinspektion Alzey und Kreisjugendpflege berichten über verweigerte Verkäufe und planen weitere Aktionen
Im Rahmen des gesetzlichen Jugendschutzes haben das Ordnungsamt der Stadt Alzey, die Polizeiinspektion Alzey sowie die Kreisjugendpflege der Kreisverwaltung Alzey-Worms gemeinsame Testkäufe in Alzey durchgeführt. Geprüft wurde dabei, ob Verkaufsstellen die gesetzlichen Vorgaben zur Abgabe von Tabakwaren und E-Zigaretten an Minderjährige einhalten. Die Abgabe an Personen unter 18 Jahren ist gesetzlich untersagt.
Als Testkäufer kamen Schüler der Höheren Berufsfachschule für Polizeidienst und Verwaltung in Bad Kreuznach zum Einsatz. Sie suchten drei Verkaufsstellen in Alzey auf und versuchten, E-Zigaretten zu erwerben. In allen drei Fällen wurde der Verkauf der sogenannten Vapes verweigert. Nach Angaben der beteiligten Stellen ergaben die Testkäufe damit keine Verstöße gegen die Jugendschutzbestimmungen.
Testkäufe dienen nach Mitteilung der Stadt nicht nur der Kontrolle, sondern auch der Sensibilisierung der Verkaufsstellen für die bestehenden Jugendschutzbestimmungen. Eine konsequente Alterskontrolle werde dabei als eine der wichtigsten Maßnahmen bezeichnet, mit denen Verkaufsstellen den Jugendschutz unterstützen können.
Das Ergebnis der Aktion wird von den Beteiligten positiv bewertet. Die gemeinsame Durchführung stärke die Zusammenarbeit zwischen Ordnungsamt, Polizei und Jugendpflege und ermögliche einen abgestimmten Blick auf den Jugendschutz vor Ort. Auch künftig wollen die beteiligten Stellen weitere Aktionen auf den Weg bringen.
Bürgermeister Steffen Jung dankte für die gemeinsame Arbeit der beteiligten Institutionen und betonte die Bedeutung des Jugendschutzes. In der Mitteilung heißt es: „Jugendschutz ist keine bürokratische Pflicht, er ist eine Haltung. Dass alle drei überprüften Verkaufsstellen den Verkauf von E-Zigaretten an Minderjährige verweigert haben, freut mich wirklich. Das zeigt: Die Regelungen werden ernst genommen. Dafür danke ich den Betreiberinnen und Betreibern ausdrücklich. Zugleich bin ich froh, dass die zuständigen Stellen hier gemeinsam aktiv geworden sind. Diese Zusammenarbeit ist kein Selbstläufer, sie ist das Ergebnis konkreter Absprachen und gemeinsamer Verantwortung. Und genau so soll es sein: Nicht jede Stelle allein, sondern alle zusammen für den Schutz unserer Kinder und Jugendlichen.“
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