Abschlussfilm „Minigolf“ entsteht am Wartbergstadion in Alzey
Studierende der FH Mainz drehen einen rund 35-minütigen Mittellangfilm mit Matilda auf einem Minigolfplatz—Dreh bis 8. September, inklusive dauerhafter Wandgestaltung an der Anlage
Auf der Minigolfanlage am Wartbergstadion in Alzey entsteht derzeit der Abschlussfilm von Studierenden der FH Mainz. Der Drehort ist dabei nicht nur Kulisse, sondern auch Teil des Projekts: Die Stadt Alzey beteiligt sich nach Angaben der Pressemitteilung als Mitproduzentin.
Gedreht wird ein rund 35-minütiger Mittellangfilm mit dem Arbeitstitel „Minigolf“. Der Drehstart war am Donnerstag, der letzte Drehtag ist für den 8. September vorgesehen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Matilda, die am ersten Tag der Sommerferien erkennt, dass die Zeit bis zum Schulabschluss knapp wird und ihr Erfahrungen fehlen, die sie sich für ihre Jugend wünscht. Sie nimmt einen Ferienjob auf einem Minigolfplatz an, der von Bert geführt wird. Dort trifft sie auch auf dessen Neffen Louis und auf weitere Gäste, die den Alltag durcheinanderbringen. Der Film versteht sich als Coming-of-Age-Geschichte über das Erwachsenwerden, Unsicherheit und die Suche nach Orientierung.
Produzentin Diana Koschlakow beschreibt den Schwerpunkt des Films als Auseinandersetzung mit Unsicherheit und dem Gefühl, nicht genau zu wissen, wo man steht oder in welche Richtung es geht. Diese Themen sollten nach ihren Worten zugänglich bleiben, weil sie in alltäglichen Situationen verankert seien.
Wandgestaltung bleibt als bleibendes Ergebnis
Mit dem Dreh ist in Alzey nicht nur ein Filmprojekt verbunden, sondern auch eine dauerhafte Gestaltung der Anlage. Kameramann Emil hat eigens ein Wandgestaltungskonzept für die Minigolfanlage entwickelt. Vorgesehen sind stilisierte Weinberge, bunte Bälle und verschiedene Sportarten.
Nach Angaben der Beteiligten entstand dabei mehr als nur ein Bühnenbild. Das Team betont, dass es bei dem Projekt etwas hinterlasse, das bleibe. Bereits während der Arbeiten hätten erste Besucherinnen und Besucher angehalten, nachgefragt und Daumen gezeigt.
Die Gestaltung der Betonwand wurde durch verschiedene Partner finanziell ermöglicht. Genannt werden in der Pressemitteilung Farbenhersteller, die Firma Köbig und die Stadt Alzey. Weitere Unterstützung kommt vom Pflanzencenter Gonsenheim, Edeka Bembenik, EWR, Frank Rink, der Firma Kundel-Henkel, Getränke Häfner und Juwi.
Die Unterkünfte des Filmteams befinden sich in Undenheim.
Weitere Pläne für den Film
Nach Abschluss der Dreharbeiten soll der Film im kommenden Jahr im Bali-Kino laufen. Außerdem ist vorgesehen, ihn im Oktober nächsten Jahres bei einem Filmfestival einzureichen. Ob zusätzlich ein Open-Air-Kino in Alzey als Aufführungsort infrage kommt, wird noch geprüft.
Bürgermeister Steffen Jung begrüßt das Projekt als Gemeinschaftswerk und als Zeichen für Kreativität und Unterstützungsbereitschaft in der Stadt. Er wünscht dem Team nach Angaben der Pressemitteilung viel Erfolg für die verbleibenden Dreharbeiten.
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