Offenbach erhält Haus für Jugend- und Familienhilfe

In Offenbach soll ein Haus für Jugend- und Familienhilfe entstehen. Landrat Dietmar Seefeldt hat dem gemeinnützigen Träger AGFJ Familienhilfe-Stiftung Vorderpfalz gGmbH die Baugenehmigung für das Vorhaben im Gewerbegebiet Niedersand übergeben. Der Träger bereitet nach eigenen Angaben bereits die Ausschreibung vor.
Geplant ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Flachdach und Photovoltaik-Anlage. Finanziell beteiligen sich unter anderem die AGFJ Familienhilfestiftung und die Fleischerinnung Süd- und Vorderpfalz als Sponsoren.
Förderung, Beratung und Unterstützung in Krisen
Das Angebot soll sozialpädagogische Gruppen am Nachmittag umfassen, in denen junge Menschen schulische Förderung, soziales Lernen und gemeinsame Aktivitäten erhalten. Hinzu kommen monatliche Projekte zur Berufsorientierung. Dafür will die AGFJ mit Bildungsträgern und örtlichen Betrieben aus dem Lebensmittel verarbeitenden Handwerk zusammenarbeiten.
Vorgesehen sind außerdem Beratungs- und Therapieangebote für Kinder, Jugendliche und Familien. Dazu zählen traumapädagogische und familientherapeutische Gespräche sowie Jugend-, Familien-, Trennungs- und Scheidungsberatung. Für begleitete Umgänge in schwierigen familiären Situationen soll ein geschützter Rahmen entstehen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung junger und werdender Eltern. Sie sollen bei Alltags- und Elternkompetenzen sowie in ihrer schulischen, beruflichen und persönlichen Entwicklung begleitet werden – sowohl in der Einrichtung als auch zu Hause. Für akute Krisen ist ein zeitlich begrenzter Not- und Schutzraum geplant, der Eltern mit Kindern und Jugendlichen kurzfristig Sicherheit und Unterstützung bieten soll.
Ziel ist es laut AGFJ-Geschäftsführer Joachim Freitag, frühzeitig vor Ort zu helfen, „bevor sich schwierige Situationen verfestigen oder weitere Hilfen notwendig werden“.
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