Ingelheimer und Nieder-Olmer IGS sollen mehr Plätze bekommen

Der Landkreis Mainz-Bingen schlägt vor, die IGS in Ingelheim und Nieder-Olm auf sechs Züge zu erweitern. So könnten 112 zusätzliche Schulplätze entstehen.

Von Redaktion LK Mainz-Bingen2 Min. Lesezeit

Die Integrierten Gesamtschulen in Ingelheim und Nieder-Olm sollen wachsen: Der Landkreis Mainz-Bingen schlägt vor, beide Schulen auf sechs Züge zu erweitern. So könnten 112 zusätzliche IGS-Plätze entstehen. Zugleich sollen die Anträge für ein neues Gymnasium in Stadecken-Elsheim und eine IGS in Mommenheim zurückgezogen werden.

Über den Vorschlag beraten zunächst der Schulträgerausschuss und der Kreisausschuss. Die endgültige Entscheidung soll der Kreistag im Dezember treffen. Bis dahin hält sich der Landkreis die Möglichkeit eines neuen Gymnasiums offen.

Mehr Plätze für stark nachgefragte Schulform

Im laufenden Schuljahr mussten die beiden IGS zusammen 254 Schülerinnen und Schüler ablehnen; 224 wurden aufgenommen. Nach einer Erweiterung könnten an den Standorten Ingelheim und Nieder-Olm jeweils 168 Schülerinnen und Schüler pro Jahrgang aufgenommen werden, insgesamt 336. Eine Auswahl unter den Bewerberinnen und Bewerbern soll weiterhin möglich bleiben, damit das pädagogische Konzept der IGS mit unterschiedlichen Schulniveaus erhalten bleibt.

Der Landkreis hält die Erweiterungen für schneller umsetzbar als Neubauten. Beide Schulen verfügen nach einer Prüfung der zuständigen Fachabteilung grundsätzlich über bauliche Voraussetzungen für eine Erweiterung. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen soll nach der aktuellen Planung bis 2030 noch steigen und anschließend wieder auf das heutige Niveau sinken.

Prognosen und Kosten fließen in die Planung ein

Die jüngsten Geburtenzahlen wurden mit den Prognosen des Schulentwicklungsplans abgeglichen. Für das Schuljahr 2032/33 waren bislang 2054 Einschulungen prognostiziert. Laut Einwohnermeldeamt wurden zwischen dem 1. September 2025 und dem 31. August 2026 im Landkreis 1623 Kinder geboren. Die Fachabteilung hält es nicht für plausibel, die Differenz von 431 Kindern allein mit möglichem Zuzug zu erklären.

Für ein neues vierzügiges Gymnasium in Stadecken-Elsheim wären laut Kreis Investitionen von etwa 80 Millionen Euro nötig. Die Erweiterung der bestehenden Gesamtschulen sei wirtschaftlich günstiger. Anfang des Jahres war eine sechszügige Erweiterung noch nicht weiterverfolgt worden, weil die Zustimmung von ADD und Ministerium fehlte. Mit der neuen Landesregierung haben sich die Rahmenbedingungen geändert: Ihr Koalitionsvertrag ermöglicht eine Erweiterung von Integrierten Gesamtschulen auf sechs Züge grundsätzlich.

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