CBRN-Schwerpunkt bei der Katastrophenschutzbesprechung in Wittlich
Führungskräfte von Feuerwehren und Hilfsorganisationen tauschten sich zu aktuellen Entwicklungen, Einsatzmöglichkeiten und Zusammenarbeit aus
Bei der jährlich stattfindenden Katastrophenschutzbesprechung in Wittlich kamen in diesem Jahr Führungskräfte der Feuerwehren und Hilfsorganisationen sowie zahlreiche Vertreter aus Kommunalverwaltungen, Polizei, Justizvollzug, Bundeswehr, Rettungsdienst, Energieversorgung, Straßen- und Autobahnverwaltung, Forstverwaltung und weiteren Dienststellen zusammen. Im Mittelpunkt standen der Austausch über aktuelle Entwicklungen, Einsatzmöglichkeiten und die Zusammenarbeit im Katastrophenschutz.
Schwerpunkt der Veranstaltung waren die sogenannten CBRN-Gefahren, also Gefahren durch chemische, biologische sowie radioaktive und nukleare Stoffe. Dazu konnten die Fahrzeuge des Gefahrstoffzuges besichtigt und verschiedene Einsatzmöglichkeiten vorgestellt werden.
Die Teileinheit Altrich präsentierte eine Dekontaminationsstrecke für Personen. Das THW demonstrierte eine Dekontaminationsstrecke für Fahrzeuge, die beispielsweise im Fall einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zum Einsatz kommen kann. Dabei wurde gezeigt, welche Maßnahmen im Rahmen einer Dekontamination erforderlich sind und wie die verschiedenen Einsatzorganisationen bei einer entsprechenden Schadenslage zusammenarbeiten.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vorstellung neu beziehungsweise zusätzlich in Dienst gestellter Einsatzmittel. Dazu gehört der CBRN-Erkundungswagen, ein hochkomplexes Messfahrzeug, das für die Erkundung und Messung bei unterschiedlichen CBRN-Gefahren eingesetzt werden kann. Das Fahrzeug hat einen Wert von rund 320.000 Euro und ist künftig bei der Teileinheit Morbach des Gefahrstoffzuges stationiert. Der CBRN-Erkundungswagen verbleibt im Besitz des Bundes und steht für Einsätze in der Verfügungsgewalt des Landkreises.
Ebenfalls in Dienst gestellt wurde das vom Land erworbene Wechselladerfahrzeug mit einer neuen Mulde. Damit wird ein weiterer Baustein der neuen Katastrophenschutzverordnung umgesetzt und die Ausstattung für zukünftige Einsatzlagen erweitert.
Darüber hinaus wurde der vom Land erworbene Rüstwagen offiziell in Dienst gestellt. Er wird als Bestandteil des Katastrophenschutzzuges 2 in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues bei der Feuerwehr Neumagen-Dhron stationiert.
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