Workshop zu Demokratiegeschichte in Kaiserslautern
Landeszentrale für politische Bildung, Historischer Verein der Pfalz und Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Rheinland-Pfalz tauschen Konzepte zur Vermittlung aus
In der Alten Eintracht in Kaiserslautern haben am Montag, 24. August 2026, die Landeszentrale für politische Bildung, der Historische Verein der Pfalz und der Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Rheinland-Pfalz mit Unterstützung des Instituts für Lehrkräfte-Fort- und -Weiterbildung sowie der Stadt Kaiserslautern einen Workshop zum Thema Demokratie veranstaltet. Rund 10 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich dabei über die Demokratiegeschichte in Rheinland-Pfalz und über aktuelle Konzepte und Methoden zu ihrer Vermittlung.
Oberbürgermeisterin Beate Kimmel begrüßte die Gäste mit dem Hinweis, dass die Errungenschaften der Demokratiegeschichte nicht selbstverständlich seien. Sie sagte, sie freue sich, dass der Workshop „diese gute gesellschaftliche Lösung sichtbar macht und unser Miteinander fördern möchte“. Die Landesstrategie „Demokratieland Rheinland-Pfalz“ sei eine Initiative, der sich auch die Stadt Kaiserslautern verschreibe und die sie daher gerne unterstütze. Zudem könne sich Kaiserslautern in die Orte der Demokratiegeschichte einreihen, weil sich hier im Mai 1849 die „Provisorische Regierung der Pfalz“ gegründet habe.
Inhalte des Workshops
Der Workshop gliederte sich in drei Teile. Zunächst referierte Wilhelm Kreutz, Professor an der Universität Mannheim, über die frühe Demokratiegeschichte in der Pfalz. Dabei wurde deutlich, dass Rheinland-Pfalz das Bundesland mit der reichsten frühen Demokratie- und Freiheitsgeschichte ist.
Im Anschluss stellte Sarah Traub, stellvertretende Leiterin der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratiegeschichte, Konzepte, Tools und Methoden vor, mit denen Demokratiegeschichte entdeckt und vermittelt werden kann. Abschließend lud Tim Müller von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz zum Mitmachen an der Landesstrategie „Demokratieland Rheinland-Pfalz“ ein. Die Teilnehmenden konnten dabei selbst aktiv an der Landesstrategie mitwirken und Bedarfe, Erwartungen und Ziele aus ihren eigenen Arbeits- und Erfahrungsfeldern einbringen.
Beate Kimmel betonte zudem mit Blick auf den demokratischen Grundgedanken: „Wir können zwar unterschiedlicher Meinung sein, sollten uns aber mit Respekt und auf Augenhöhe begegnen.“ Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, sich darauf zu besinnen, immer wieder versöhnlich zueinander zu finden.
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