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Stadtrat stellt sich gegen Bahn-Vollsperrung

Kaiserslautern fordert abschnittsweise Sanierung der Strecke Ludwigshafen–Forbach statt monatelanger Komplettsperrung.

Von Neues aus Kaiserslautern20.05.26, 10:20

Menschen im Artikel

MH
Michael Heilmann

Der Stadtrat hat sich in seiner Sitzung am 11. Mai einstimmig gegen die Pläne der Deutschen Bahn zur Sanierung der Bahnstrecke Ludwigshafen – Forbach ausgesprochen. Mit einer Resolution positioniert sich das Gremium auf Vorschlag der Verwaltung gegen eine monatelange Vollsperrung der kompletten Strecke und verweist auf die Folgen für den Alltag in der Region.

Resolution gegen eine Vollsperrung der gesamten Strecke

Im Mittelpunkt der Beschlusslage steht die angekündigte Generalsanierung der Bahnstrecke Ludwigshafen – Forbach. Nach den vorliegenden Plänen soll die komplette Strecke vom 22. Juni bis 7. Dezember 2029 voll gesperrt werden. Während dieser Zeit wäre ein Schienenersatzverkehr vorgesehen.

Der Stadtrat sieht darin erhebliche Auswirkungen auf die Menschen in der gesamten Region. Aus Sicht des Gremiums ist es nicht vertretbar, die Sanierung auf der über 130 Kilometer langen Strecke gleichzeitig in einem einzigen Schritt durchzuführen.

Forderung nach abschnittsweiser Sanierung

Eine zentrale Forderung der Resolution lautet, die Generalsanierung in sinnvolle Abschnitte aufzuteilen. Besonders für den Abschnitt zwischen Kaiserslautern und Neustadt wird eine lange Vollsperrung wegen der besonderen geografischen Lage als nicht darstellbar beschrieben.

Der Stadtrat verbindet damit den klaren Wunsch, die Auswirkungen auf den Bahnverkehr und den Alltag in der Region zu begrenzen. Die Resolution zielt darauf ab, die Sanierung so zu organisieren, dass zentrale Verbindungen besser aufrechterhalten werden können.

Schienenersatzverkehr und Erreichbarkeit im Fokus

Darüber hinaus fordert das Gremium, den Schienenersatzverkehr in ausreichendem Umfang zu planen und angemessen zu finanzieren. Dabei verweist die Resolution ausdrücklich auch auf fahrgaststarke Veranstaltungen wie Heimspiele des FCK.

Ebenso soll die Anfahrbarkeit des Hauptbahnhofs von Kaiserslautern aus den Nebenstrecken gesichert bleiben. Genannt werden dabei die Verbindungen aus Richtung Pirmasens, die Alsenzbahn, die Lautertalbahn sowie die Strecke aus Kusel.

Hintergrund der Resolution

Bereits in der Sitzung des Stadtrates am 2. Februar hatte der Verbandsdirektor des Zweckverbands ÖPNV Rheinland-Pfalz Süd, Michael Heilmann, über die geplante Generalsanierung berichtet. Im Anschluss daran arbeitete das Referat Stadtentwicklung der Verwaltung die Resolution aus und stimmte sie mit dem ZÖPNV ab.

Adressiert werden soll die Resolution unter anderem an die DB InfraGO sowie an das Bundesverkehrsministerium.

Einsehbare Beschlusslage im Ratsinformationssystem

Nach Angaben der Mitteilung ist die vollständige Resolution im Ratsinformationssystem auf der städtischen Homepage zu finden. Dort ist sie unter der Sitzung vom 11. Mai und dem Tagesordnungspunkt Ö7 hinterlegt.

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