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Kaiserslautern feiert Komponistinnen im Sinfoniekonzert

Pfalzphilharmonie spielt Werke von Ethel Smyth, Schumann und Mozart unter Leitung von Agata Zając am 16. Januar 2026

Von Neues aus Kaiserslautern14.01.26, 10:05

Menschen im Artikel

ES
Ethel Smyth
GK
Grace Kyung Eun Lee
HY
Haeree Yoo
RS
Robert Schumann
WA
Wolfgang Amadeus Mozart
AZ
Agata Zając

Das Referat Kultur der Stadt Kaiserslautern lädt am 16. Januar 2026 um 19:30 Uhr zu einem besonderen Sinfoniekonzert in die Fruchthalle ein. Unter dem Titel „Jupiter, Ethel und Manfred“ präsentiert die Pfalzphilharmonie Kaiserslautern ein Programm, das gezielt weibliche Kunstschaffende in den Mittelpunkt rückt. Bereits um 18:45 Uhr wird interessierten Besucherinnen und Besuchern eine Einführung im Roten Saal geboten.

Fokus auf Komponistinnen: Frauen im Konzertbetrieb

Die englische Komponistin Ethel Smyth (1858–1944) gilt als Vorreiterin für Frauenrechte in der Musik. Ihr Weg ins professionelle Kompositionsstudium und auf die Konzertbühnen war von Hindernissen geprägt, die sie mit großem Einsatz überwand. Smyth setzte sich nicht nur künstlerisch, sondern auch politisch für Frauen ein und verbüßte sogar eine zweimonatige Gefängnisstrafe für ihren Einsatz für das Frauenwahlrecht. Erst in jüngster Zeit gewinnt ihr Œuvre wieder verstärkt Beachtung, wie zahlreiche Neuaufführungen und Publikationen zeigen.

Im Konzert erklingt ihr Doppelkonzert für Violine und Horn aus dem Jahr 1928, gespielt von den Solistinnen Grace Kyung Eun Lee (Violine) und Haeree Yoo (Horn), ein Beispiel für Smyths produktive Spätromantik.

Kurz erklärtDoppelkonzert

Ein Konzertwerk, das für zwei Soloinstrumente sowie Orchester komponiert ist.

Kontrastierende Meisterwerke der Romantik und Klassik

Als männliches Gegengewicht dazu wird aus der Feder von Robert Schumann die berühmte „Manfred“-Ouvertüre aufgeführt – ein Stück voller romantischer Leidenschaft und innerer Zerrissenheit. Schumann empfand offenbar große Nähe zur Figur Manfred aus Lord Byrons Drama; sein musikalisches Seelendrama fasziniert noch heute durch emotionale Tiefe.

Den Abschluss bildet die monumentale Sinfonie Nr. 41 in C-Dur KV 551 von Wolfgang Amadeus Mozart, besser bekannt als „Jupiter-Sinfonie“. Der Beiname, nicht von Mozart selbst stammend, unterstreicht die majestätische Strahlkraft des Werks, das in seiner formalen Größe einen Wendepunkt zur Sinfonik Beethovens markiert.

Kurz erklärtJupiter-Sinfonie

Der populäre Name für Mozarts Sinfonie Nr. 41, der ihre prachtvolle und festliche Ausstrahlung bezeichnet. Er wurde erst nach Mozarts Tod verwendet.

Vielfach ausgezeichnete Dirigentin am Pult

Die musikalische Leitung übernimmt die junge, international preisgekrönte polnische Dirigentin Agata Zając. Sie arbeitet mit renommierten Orchestern in Europa, darunter das BBC Philharmonic Orchestra, die Grazer Philharmoniker, das Orchestre National de Metz, die Malmö Opera, das Malta Philharmonic Orchestra, Stettin und die Philharmonie Posen.

Karten, Service und Anreise

  • Kartenpreise: 30,00 bis 11,50 Euro
  • Online-Informationen und Buchung: fruchthalle.de & kaiserslautern.de
  • Telefonische Bestellung: 0631 365-3452
  • Vor Ort in der Tourist-Information (Fruchthallstraße 14, Tel.: 0631 365-2316)
  • Thalia Ticketservice (Tel.: 0631 36219-814)
  • Alle weiteren VVK-Stellen, Ticket-Hotline: 01806-57 00
  • Online-Tickets: eventim.de
  • Kartenservice Fruchthalle

    Für Bestellungen und Informationen

    0631 365-3452

    Tourist-Information Kaiserslautern
    0631 365-2316

    Thalia Ticketservice
    0631 36219-814

    Ticket-Hotline
    01806-57 00

    Der Clou: Jede Eintrittskarte beinhaltet am Veranstaltungstag die kostenlose Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel in der Region (VRN, 2. Klasse sowie RE, RB und S-Bahn bei der DB) bis zum folgenden Tag um 3:00 Uhr. Damit wird eine umweltschonende und stressfreie Anreise garantiert.

    Mehr als Musik: Ein Zeichen für Frauen in der Kultur

    Das Konzert versteht sich als musikalisches Plädoyer für Geschlechtervielfalt und Chancengleichheit im Kulturbetrieb. Die lebendige Diskussion um mehr Sichtbarkeit für Künstlerinnen erhält mit diesem Abend einen weiteren inspirierenden Impuls.

    Die Veranstaltungsreihe setzt damit ein klares Zeichen für die Wertschätzung weiblicher Komponistinnen und Dirigentinnen auf den großen Bühnen – ein Trend, der sicherlich noch weitere Kreise ziehen wird.

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