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Bildung

Gemeinsame Entwürfe für ein Schulgelände im Startchancen-Programm

Bachelorstudierende der Raum- und Umweltplanung der RPTU Kaiserslautern-Landau entwickelten gemeinsam mit der Schulgemeinschaft der IGS Goetheschule drei Gestaltungsvorschläge für Lernen, Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft.

Von Neues aus Kaiserslautern09.09.26, 02:58

Mit drei Entwürfen für die künftige Gestaltung des Schulgeländes und seines Umfelds haben Bachelorstudierende der Raum- und Umweltplanung der RPTU Kaiserslautern-Landau gemeinsam mit der Schulgemeinschaft der IGS Goetheschule Kaiserslautern neue Perspektiven für den Standort im Startchancen-Programm vorgestellt. Ende August präsentierten die Studierenden ihre Ideen für einen Schul- und Sozialraum, der Lernen, Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft stärker miteinander verbinden soll.

Im Mittelpunkt des Projekts stand die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler. Gemeinsam mit den Studierenden und weiteren Mitgliedern der Schulgemeinschaft wurde zunächst die bestehende Situation betrachtet. Dabei ging es unter anderem um Aufenthalts- und Rückzugsmöglichkeiten, um die bessere Anbindung des Sportplatzes sowie um die Frage, wie Schulhof, Gebäude und angrenzende Flächen künftig stärker zusammen gedacht werden können. Aus dieser Arbeit entstanden drei Planungskonzepte mit vielfältigen Vorschlägen für eine moderne, lebendige und vielseitig nutzbare Umgebung.

Der Beigeordnete und Baudezernent Manuel Steinbrenner betonte, dass bei der Weiterentwicklung von Schulgeländen heute über die klassische Schulhofgestaltung hinausgedacht werden müsse. Mehr Grün und Schatten, klimaangepasste Freiräume sowie attraktive Bewegungs- und Aufenthaltsflächen trügen wesentlich zur Qualität eines Schulstandorts bei. Ein besonderer Mehrwert der Entwürfe liege zudem darin, dass auch die Öffnung in den Sozialraum mitgedacht werde.

Nach Angaben der Stadt wurde in den Planungen bewusst auch der Blick über das eigentliche Schulgelände hinaus gerichtet. Berücksichtigt wurde, wie einzelne Bereiche perspektivisch für Menschen aus dem umliegenden Sozialraum nutzbar werden könnten, um zusätzliche Orte der Begegnung im Quartier zu schaffen. Schule werde damit nicht nur als Lernort, sondern auch als Teil ihres sozialen Umfelds verstanden.

Die IGS Goetheschule ist eine von zwölf Startchancen-Schulen in Kaiserslautern. Die Beigeordnete und Schuldezernentin Anja Pfeiffer sagte, das Startchancen-Programm biete die große Möglichkeit, Schulentwicklung ganzheitlich und nachhaltig zu gestalten. Dabei gehe es nicht allein um gute Lernbedingungen, sondern auch darum, Schülerinnen und Schüler aktiv einzubeziehen und Schule als Lebens- und Begegnungsraum weiterzuentwickeln. Die Entwürfe für die Goethe-Schule zeigten anschaulich, wie aus Beteiligung konkrete Ideen für einen zukunftsfähigen Schulstandort entstehen können.

Wie die Mitteilung weiter ausführt, greifen pädagogische Entwicklung, zusätzliche Unterstützungsangebote und die Verbesserung der räumlichen Lernbedingungen ineinander. Ziel sei es, die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu stärken. Die Investitionssäule des Startchancen-Programms ermögliche es, den Schulstandort durch förderliche Lernumgebungen weiterzuentwickeln.

Pfeiffer erklärte zudem, die nun vorgestellten Entwürfe der RPTU lieferten dafür wertvolle Ideen und Impulse. Sie zeigten, wie aus einem Schulhof mehr als ein Pausenplatz werden könne: ein Raum für Lernen und Erholung, Sport und Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft.

Die Stadt hob außerdem den Mehrwert der Zusammenarbeit von Schule, Wissenschaft und Kommune hervor. Gedankt wurde der Schulleitung der Goetheschule um Nicole Könnel sowie seitens der RPTU der Projektleiterin Ragna Körby und Torsten Becker, den beteiligten Studierenden sowie den Schülerinnen und Schülern und weiteren Mitgliedern der Schulgemeinschaft, die ihre Ideen, Wünsche und Erfahrungen in die Planungen eingebracht haben.

Die entstandenen Entwürfe und Visualisierungen sollen nun weitere Anregungen für die Entwicklung des Schulstandorts geben. Nach Angaben der Mitteilung zeigt das Projekt beispielhaft, was Startchancen bedeuten können: Schule gemeinsam weiterzuentwickeln, Schülerinnen und Schüler aktiv zu beteiligen und Bildungsräume zu schaffen, die in die Schule und zugleich in den Sozialraum hineinwirken.

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Einer der Entwürfe zur Gestaltung des Schulgeländes, der bei der Abschlusspräsentation vorgestellt wurde.
Foto: Stadt Kaiserslautern

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