Drei Entwürfe für die Neugestaltung des Schulgeländes
Bachelorstudierende der Raum- und Umweltplanung präsentieren gemeinsam mit der Schulgemeinschaft der IGS Goetheschule Konzepte für Aufenthalts- und Rückzugsräume, die Anbindung des Sportplatzes sowie die Verzahnung von Schulhof, Gebäuden und Umgebung
Ende August haben Bachelorstudierende der Raum- und Umweltplanung der RPTU Kaiserslautern-Landau gemeinsam mit der Schulgemeinschaft der IGS Goetheschule Kaiserslautern drei Entwürfe für die künftige Gestaltung des Schulgeländes und seines Umfelds vorgestellt. Ausgangspunkt des Projekts war die Frage, wie ein Schulgelände zu einem Ort werden kann, der Lernen, Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft miteinander verbindet.
In die Arbeit waren Schülerinnen und Schüler aktiv einbezogen. Gemeinsam mit den Studierenden und weiteren Mitgliedern der Schulgemeinschaft wurde zunächst die bestehende Situation betrachtet. Dabei ging es unter anderem um Aufenthalts- und Rückzugsmöglichkeiten, um die Anbindung des Sportplatzes sowie um die Frage, wie Schulhof, Gebäude und angrenzende Flächen künftig stärker zusammengedacht werden können.
Aus dieser gemeinsamen Arbeit entstanden drei Planungskonzepte mit unterschiedlichen Ideen für einen modernen, lebendigen und vielseitig nutzbaren Schul- und Sozialraum. Der Blick richtete sich dabei nicht nur auf das Schulgelände selbst, sondern auch auf dessen Einbindung in das Umfeld. In den Planungen wurde berücksichtigt, wie einzelne Bereiche perspektivisch für Menschen aus dem umliegenden Sozialraum nutzbar werden und zusätzliche Orte der Begegnung im Quartier entstehen könnten.
Der Beigeordnete und Baudezernent Manuel Steinbrenner betonte, bei der Weiterentwicklung von Schulgeländen müsse heute weit über die klassische Gestaltung eines Schulhofs hinausgedacht werden. Mehr Grün und Schatten, klimaangepasste Freiräume sowie attraktive Bewegungs- und Aufenthaltsflächen trügen wesentlich zur Qualität eines Schulstandorts bei. Ein besonderer Mehrwert der vorliegenden Entwürfe liege darin, dass die Öffnung in den Sozialraum mitgedacht werde.
Die IGS Goetheschule ist eine von zwölf Startchancen-Schulen in Kaiserslautern. Die Beigeordnete und Schuldezernentin Anja Pfeiffer verwies darauf, dass das Startchancen-Programm die Möglichkeit biete, Schulentwicklung ganzheitlich und nachhaltig zu gestalten. Es gehe nicht allein um gute Lernbedingungen, sondern auch darum, Schülerinnen und Schüler aktiv einzubeziehen und Schule als Lebens- und Begegnungsraum weiterzuentwickeln. Die Entwürfe für die Goethe-Schule zeigten, wie aus Beteiligung konkrete Ideen für einen zukunftsfähigen Schulstandort entstehen können.
Nach Angaben der Stadt greifen pädagogische Entwicklung, zusätzliche Unterstützungsangebote und die Verbesserung der räumlichen Lernbedingungen ineinander. Ziel sei es, die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu stärken. Die Investitionssäule des Startchancen-Programms ermögliche es, den Schulstandort durch förderliche Lernumgebungen weiterzuentwickeln.
Pfeiffer sagte zudem, die vorgestellten Entwürfe der RPTU lieferten wertvolle Ideen und Impulse. Sie zeigten, wie aus einem Schulhof mehr als ein Pausenplatz werden könne: ein Raum für Lernen und Erholung, Sport und Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft.
Das Projekt verdeutliche außerdem den Mehrwert der Zusammenarbeit von Schule, Wissenschaft und Kommune. Die Stadt dankte der Schulleitung der Goetheschule um Nicole Könnel sowie seitens der RPTU der Projektleiterin Ragna Körby und Torsten Becker, allen beteiligten Studierenden sowie den Schülerinnen und Schülern und weiteren Mitgliedern der Schulgemeinschaft für ihre Ideen, Wünsche und Erfahrungen.
Die entstandenen Entwürfe und Visualisierungen geben nach Angaben der Presseinformation nun wertvolle Anregungen für die weiteren Überlegungen zur Entwicklung des Schulstandorts. Das Projekt zeige beispielhaft, wie Schule gemeinsam weiterentwickelt, Schülerinnen und Schüler aktiv beteiligt und Bildungsräume geschaffen werden können, die in die Schule und zugleich in den Sozialraum hineinwirken.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.
