Landau will Straßenraum entschärfen: Mehr Grün und Platz für Bäume

Die Stadt Landau bereitet sich nach eigenen Angaben aktiv auf die Folgen zunehmender Hitze vor und will im Straßenraum mehr Platz für Bäume und Grün schaffen. Für die Erweiterung und Verbesserung von Baumstandorten sowie zusätzliche Pflanzungen hat die Stadt eine Förderzusage über rund 170.000 Euro erhalten.
Geplant sind Maßnahmen in der Eichbornstraße, im Westring, im Nußdorfer Weg und im Kapellenweg in Godramstein. Insgesamt sollen dabei mehr als 400 Quadratmeter Straßenraum entsiegelt und begrünt werden.
Mehr Raum für Straßenbäume
Von den vorgesehenen Verbesserungen profitieren nach Angaben der Stadt rund 80 bereits vorhandene Straßenbäume. Viele Baumbeete sollen vergrößert werden, damit den Bäumen künftig mehr durchwurzelbarer Boden und damit bessere Wachstumsbedingungen zur Verfügung stehen. Zugleich können die entsiegelten Flächen mehr Regenwasser aufnehmen. Die Stadt verweist dabei auf Vorteile für die Bäume, das Stadtklima sowie die Vorsorge für trockene und sehr nasse Wetterlagen. Auch Insekten sollen von den zusätzlichen Grünflächen profitieren.
Förderung und Finanzierung
Möglich werden die Maßnahmen durch das Bundesförderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“. Darüber werden Kommunen unter anderem bei der Schaffung und Aufwertung von Grün- und Baumstandorten unterstützt. Die aktuelle Förderzusage deckt 80 Prozent der Kosten ab. Rund 42.000 Euro übernimmt die Stadt Landau selbst.
Bereits 2025 hatte die Stadt mithilfe des Bundesprogramms mehr als 70 neue Bäume in der Südstadt und im Horst gepflanzt. Die jetzt geplanten Arbeiten sollen im kommenden Winterhalbjahr umgesetzt werden, damit die Bäume rechtzeitig vor dem nächsten Sommer mehr Raum und bessere Bedingungen zum Wachsen erhalten.
Stimmen aus dem Rathaus
Bürgermeister und Umweltdezernent Lukas Hartmann betonte, Bäume seien für die Klimaanpassung in der Stadt „echte Multitalente“. Sie spendeten Schatten, kühlten durch Verdunstung und machten Straßen an heißen Tagen angenehmer. Entsiegelte und begrünte Flächen halfen zudem dabei, Regenwasser aufzunehmen und zurückzuhalten.
Hartmann sagte außerdem, man könne Hitze nicht verhindern, die Stadt aber besser darauf vorbereiten. Jeder zusätzliche Baum und jeder Quadratmeter entsiegelte Fläche helfe dabei, die Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen und zu schützen.
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