Spatenstich für den neuen Uferpark in Koblenz-Lützel
Quartiersparkanlage am Schartwiesenweg mit Sport-, Spiel- und Bewegungsangeboten auf rund sieben Hektar

Mit dem offiziellen Spatenstich hat in Koblenz-Lützel der Bau des neuen Uferparks am Schartwiesenweg begonnen. Wie die Stadt mitteilt, entsteht dort auf einer Fläche von rund sieben Hektar in den kommenden Jahren eine öffentlich zugängliche Quartiersparkanlage mit Sport-, Spiel- und Bewegungsangeboten für Menschen aller Generationen.
Der „Uferpark“ ist bislang ein Arbeitstitel für den geplanten Sport- und Motorikpark, der später noch einen endgültigen Namen erhalten soll. Das Gelände liegt in unmittelbarer Nähe des Campingplatzes. Vorgesehen ist ein Landschaftspark, der unterschiedliche Angebote für Sport und Spiel mit großzügigen Grünflächen und vorhandenen Vegetationsstrukturen verbindet. Ein neues Fußwegenetz soll die einzelnen Bereiche miteinander sowie mit dem Stadtteil verknüpfen.
Vielfältige Angebote für Bewegung und Aufenthalt
Geplant sind nach Angaben der Stadt unter anderem eine öffentlich zugängliche Sportanlage mit Laufbahn, eine Weitsprunggrube, eine Calisthenics-Anlage, eine Boulebahn, eine Partnerschaukel, Tischtennisplatten, Balancier- und Cardiotrainer sowie ein Kinderspielplatz. Hinzu kommt ein Pumptrack für BMX-Fahrerinnen und -Fahrer sowie Skater.
Bei der Planung sei besonderer Wert darauf gelegt worden, die Sport- und Spielelemente möglichst schonend in den vorhandenen Baum- und Vegetationsbestand einzubetten. Erhaltenswerte Bäume und bestehende Grünstrukturen sollen bewahrt und durch zusätzliche Gehölzpflanzungen ergänzt werden. Das neue Wegenetz soll zudem eine Verbindung des Stadtteils zum Rhein schaffen.
Auch Regenrückhalt ist Teil des Konzepts
Ein weiterer Schwerpunkt der Gestaltung ist der Umgang mit Regenwasser. Durch Ausmuldungen des vorhandenen Geländes sollen auf rund einem Hektar neue Retentionsflächen entstehen. Diese können bei Starkregen Wasser aufnehmen und zurückhalten. Nach Angaben der Stadt wird dadurch ein Rückhaltevolumen von rund 4.700 Kubikmetern geschaffen.
Umsetzung in drei Bauabschnitten
Der Uferpark wird in drei Bauabschnitten umgesetzt. Ein vierter Bauabschnitt ist zu einem späteren Zeitpunkt für ein Quartiers- und Kabinengebäude vorgesehen.
Erster Bauabschnitt
Im ersten Abschnitt wird auf rund 2,5 Hektar das vorhandene Fußballfeld grundlegend umgestaltet. Geplant ist eine öffentlich zugängliche Kunstrasensportanlage mit angegliederter Leichtathletik-Lauffläche. Für den Sportplatz ist ein Vollkunstfaserbelag vorgesehen, der ohne Kunststoffgranulat als Füllstoff auskommt. Ergänzend sollen unter anderem eine Boulebahn und eine Calisthenics-Anlage in die bestehende Vegetation integriert werden.
Zweiter Bauabschnitt
Der zweite Abschnitt umfasst ebenfalls rund 2,5 Hektar. Zentrales Element ist die leicht abgesenkte, rund 7.000 Quadratmeter große „Jahnwiese“. Diese soll künftig als frei nutzbare Sport-, Spiel- und Bewegungsfläche dienen. Zusätzlich sind ein Kinderspielplatz sowie weitere Sport- und Spielangebote vorgesehen, die über das Fußwegenetz miteinander verbunden werden. Ein besonderer Anziehungspunkt soll der Pumptrack werden.
Dritter Bauabschnitt
Im rund 0,5 Hektar großen dritten Bauabschnitt sind Flächen für verschiedene Ballsportarten geplant. Vorgesehen sind Anlagen für Beachvolleyball, Beachsoccer, Basketball und Cage-Soccer.
Bürgerbeteiligung floss in die Planung ein
Nach Angaben der Stadt gehen zahlreiche Ideen auf eine Bürgerbeteiligung aus dem Jahr 2022 zurück. Dabei wurden Wünsche und Anregungen für Angebote des Breiten- und Freizeitsports gesammelt. Aus diesem Prozess entwickelte sich das Konzept für den nun beginnenden Bewegungs- und Begegnungsraum.
Projektträger, Planung und Förderung
Bauherr des Projekts ist die Stadt Koblenz. Die Projektleitung liegt beim Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen. Mit der Planung ist das Büro Kronenberg Garten- und Landschaftsarchitektur beauftragt.
Die Herstellung des Uferparks in den Bauabschnitten eins bis drei wird nach Angaben der Stadt mit insgesamt 3.496.851 Euro aus Bundes- und Landesmitteln unterstützt. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Städtebauförderung „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ im Fördergebiet „Stadtgrün Koblenz-Lützel“. Die Fördermittel decken 90 Prozent der förderfähigen Kosten von rund 3,88 Millionen Euro ab. Die restlichen zehn Prozent trägt die Stadt Koblenz.
Weitere Informationen
Den Fortgang des Projekts will die Stadt auf Bauzaun-Bannern vor Ort sowie online dokumentieren. Informationen finden sich unter koblenz-baut.de und stadtgrün-lützel.de.
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