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Von: Neues aus Kaiserslautern
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An: Unsere Redaktion
Betreff: PM: Kommunale Wärmeplanung wurde öffentlich vorgestellt
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit der Bitte um Veröffentlichung:
Kommunale Wärmeplanung wurde öffentlich vorgestellt
Offenlegung noch bis 28. Februar – Stadtratsbeschluss am 11. Mai
Wo sehe ich, ob mein Haus in einem Fernwärmegebiet liegt, und falls nein,
was kann ich tun? Wird das Gas irgendwann abgestellt? Und ist das Lautrer
Stromnetz überhaupt auf die vielen Wärmepumpen, E-Autos und
Photovoltaikanlagen ausgelegt, die in den kommenden Jahren den Stromfluss
deutlich erhöhen werden? Fragen dieser Art wurden am Dienstagabend in den
Räumen von EnStadt:Pfaff auf dem Pfaff-Areal gestellt, wo der aktuelle
Stand der Kommunalen Wärmeplanung in einer Bürgerinformationsveranstaltung
vorgestellt wurde.
Der erste Wärmeplan der Stadt Kaiserslautern für die Jahre 2026-2030 wird
bis Ende Juni 2026 vorliegen und erfüllt somit die von Bund gesetzte
Frist. Das Ziel: Den kosteneffizientesten und flächenärmsten Weg zu einer
treibhausgasneutralen und zukunftsweisenden Wärmeversorgung zu ermitteln.
Sie ist damit eine fundierte Grundlage für strategische Entscheidungen
seitens der Stadtverwaltung und Stadtpolitik und gibt den Bürgerinnen und
Bürgern, Gebäudebesitzern und Unternehmen eine Orientierung für die
individuellen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen am eigenen Gebäude.
In Kaiserslautern laufen seit Anfang 2024 unter Federführung des
Umweltreferats der Stadt und in Zusammenarbeit mit der SWK die
entsprechenden Vorbereitungen, die sich nun langsam dem Ende nähern.
Rund 50 Personen waren zur Infoveranstaltung gekommen, wo sie zunächst von
Umweltdezernent Manuel Steinbrenner begrüßt wurden. In seiner Einleitung
betonte der Beigeordnete, wie wichtig es sei, in Deutschland möglichst
energieautark zu werden, nicht nur hinsichtlich des Klimaschutzes sondern
auch angesichts der geopolitischen Lage. Die Kommunale Wärmeplanung sei
dabei ein wichtiger Baustein – die bisherige Erarbeitung ein in vielerlei
Hinsicht vorbildlicher Prozess gewesen. „Wir haben gut ein Jahr lang
intensiv daran gearbeitet, gemeinsam mit vielen beteiligten Akteuren. Ich
freue mich daher sehr, dass wir den aktuellen Stand nun präsentieren
können und freue mich auf Ihre Anregungen“, so der Beigeordnete ans
Publikum gewandt.
Den eigentlichen Bericht präsentierten dann Anna Kroschel und Daniel Zech
von den mit der Wärmeplanung beauftragten Planungsbüros B.A.U.M. Consult
und Fichtner. Dieser umfasst eine umfangreiche Bestandsanalyse (Wie heizt
Kaiserslautern?) und gibt Auskunft darüber, was bis 2040 geschehen muss,
um die Ziele zu erreichen. Präsentiert wurden die auf Basis der bisherigen
Analyse erarbeiteten 17 Einzelmaßnahmen. Diese umfassen Beratungs- und
Kommunikationsangebote ebenso wie etwa einen Sanierungsfahrplan für
kommunale Liegenschaften oder Analysen der Wärmepotenziale aus Abwasser
oder Geothermie. Für vier Quartiere der Stadt – Siegelbach, Bahnheim,
Fischerrück und der Bereich Goetheschule/Hohenstaufen-Gymnasium – sollen
zudem dezidierte Quartierskonzepte mit Modellcharakter erstellt werden.
Auch bekamen die Zuhörerinnen und Zuhörer Tipps, welche Alternativen es
zur fossil betriebenen Heizung gibt.
Wie geht es weiter?
Der Bericht zur Kommunalen Wärmeplanung – Strategie 2026-2030 – ist noch
bis zum 28. Februar offen einsehbar. Bürgerinnen und Bürger, Träger
öffentlicher Belange sowie von der Kommunalen Wärmeplanung berührte
Behörden können während dieses Zeitraums eine Stellungnahme in
schriftlicher Form abgeben. Der Bericht ist in dem genannten Zeitraum auf
der städtischen Website unter
www.kaiserslautern.de/sozial_leben_wohnen/umwelt/klimaschutz/kwp
einsehbar. Eine Stellungnahme kann per E-Mail an
•••@••• oder postalisch an „Referat Umweltschutz,
Rathaus Nord, Lauterstraße 2, 67657 Kaiserslautern“ gesendet werden.
In den Wochen danach soll der Bericht in einem letzten Treffen des
sogenannten Wärmetischs – ein Expertengremium, das in drei Sitzungen den
aktuellen Stand miterarbeitet hatte – anhand der eingegangenen
Stellungnahmen finalisiert werden. Danach folgen die politische Beratung
und anschließende Beschlussfassung am 23. März im Umweltausschuss und am
11. Mai im Stadtrat. Voraussichtlich im Juni wird es dann nochmals eine
große öffentliche Veranstaltung geben, auch mit Infoständen für die
Bevölkerung. Bis dahin soll auch im städtischen Geoportal eine Karte zu
finden sein, wo alle Bürgerinnen und Bürger erkennen können, ob in ihrem
Viertel der Aufbau eines Fernwärmenetzes wahrscheinlich scheint.
BU: Umweltdezernent Manuel Steinbrenner leitete in die Veranstaltung ein
und wies auf die Bedeutung der Wärmeplanung hin.
Foto: Stadt Kaiserslautern
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