Öffentliche Artikelquelle
E-Mail an die Redaktion
Von: Neues aus Kaiserslautern
Absender: •••@kaiserslautern.de
An: Unsere Redaktion
Betreff: PM: SiKa: Videoschutz ums Rathaus vorgestellt
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit der Bitte um Veröffentlichung.
SiKa: Videoschutz ums Rathaus vorgestellt
Zukünftig eine öffentliche Sitzung pro Jahr geplant
Am Dienstag, 20. Januar 2026, hat der Lenkungskreis der Initiative
Sicheres Kaiserslautern (SiKa) getagt. Der Lenkungskreis tagt etwa viermal
pro Jahr und hat sich darauf verständigt, zukünftig eine der Sitzungen mit
einem öffentlichen Teil abzuhalten. So wird es Bürgerinnen und Bürgern
sowie Medienvertreterinnen und -vertretern ermöglicht, einmal jährlich bei
einer SiKa-Sitzung dabei zu sein.
In der ersten Sitzung des neuen Jahres wurde nun unter anderem das
Videoschutzkonzept für das Kaiserslauterer Rathaus vorgestellt und
erörtert. Der geplante Videoschutz ist Teil eines größeren
Sicherheitskonzepts, dessen Ziel es ist, Vandalismus, Drogenkriminalität
und tätlichen Angriffen im direkten Umfeld des Rathauses entgegenzuwirken.
„Es geht uns dabei sowohl um die Sicherheit unserer Beschäftigten als auch
um die der Bürgerinnen und Bürger, die ins Rathaus möchten oder rund um
das Rathaus unterwegs sind“, erklärte Bürgermeister Manfred Schulz. Daher
ist die Installation von elf Kameras – sieben für den Rathausvorplatz und
vier für die übrigen Seiten des Gebäudes – gemäß Paragraf 21 des
rheinland-pfälzischen Landesdatenschutzgesetzes vorgesehen.
Samuel Rahn und Thomas Gladel stellten als Vertreter der MOBOTIX AG die
Videotechnik vor, die zum Einsatz kommen soll. In die Kameras ist eine
KI-gestützte Bildanalyse integriert, deren Fokus auf sicherheitsrelevanten
Bewegungen und der frühzeitigen Erkennung potenzieller Gefahren liegt.
Nimmt das System sicherheitsrelevante Situationen wahr, benachrichtigt es
tagsüber die betreuenden Mitarbeitenden, nachts erfolgt eine automatische
Aufzeichnung. Geschultes Personal des Kommunalen Vollzugsdiensts wird die
Videos nach dem Vier-Augen-Prinzip betreuen und sichten. Nach der Sichtung
werden aufgezeichnete Videos ohne sicherheitsrelevante Vorfälle gelöscht.
Die Datenschutzanforderungen werden eingehalten, indem „Technisch
Organisatorische Maßnahmen“ festgelegt und dokumentiert, eine
Datenschutz-Folgenabschätzung angefertigt und das Verfahren mit den
Datenschutzverantwortlichen abgestimmt wird. Es ist eine automatische und
dynamische Verpixelung der gefilmten Personen möglich, die so eingestellt
ist, dass dann keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden. Zudem
sind die Kameras und die zugehörigen Monitore nicht mit dem städtischen
Netzwerk verbunden, so dass kein potenzielles Einfallstor für Hacker
entsteht. Rund um das Rathaus werden künftig Schilder auf den Videoschutz
hinweisen und die Kameras sind laut der MOBOTIX AG so gestaltet, dass
diese als solche deutlich erkennbar sind.
Neben dem Videoschutz wurde auch die anstehende Bürgerbefragung zum
Sicherheitsgefühl im Rahmen der InSiKo („Initiative Sicherheitsgefühl in
den Kommunen stärken“) besprochen. Das beauftragte Institut für
Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism) bereitet derzeit noch den
finalen Fragebogen auf. Alle Bürgerinnen und Bürger Kaiserslauterns werden
an der Online-Befragung teilnehmen können, mindestens 5.000 Teilnehmende
sind das Ziel. Der Beteiligungsbeirat der Stadt Kaiserslautern gab
Anregungen zum Befragungsprozess, um möglichst viele Bürgerinnen und
Bürger aus der gesamten Stadtgesellschaft zu erreichen.
Ein weiterer Punkt auf der SiKa-Tagesordnung war die Vorstellung der
aktuellen Kriminalitätslage in Kaiserslautern. Dabei ging die Polizei auch
auf den vergangenen Weihnachtsmarkt ein, der weitestgehend störungsfrei
und sicher verlaufen sei; es habe weniger Straftaten und weniger
Identitätsfeststellungen gegeben. Zudem wurde die mögliche Einrichtung
eines Bahnhaltepunktes an der Kohlenhofstraße diskutiert, der bei
1.FCK-Spielen aufgrund des veränderten Verlaufs der Fanströme unter
anderem die Einsatzkräfte der Polizei entlasten könnte. Eine genaue
Kalkulation der Kosten liegt hierzu noch nicht vor. Auch das
fortgeschriebene Konzept „Sicherheit Ordnung Sauberkeit“ wurde den
Mitgliedern des SiKa-Lenkungskreises vorgestellt, die diesem einstimmig
zustimmten. Das fortgeschriebene Konzept wird nun dem Stadtrat zugeleitet.
Bürgermeister Manfred Schulz dankte allen Beteiligten für die Erarbeitung
des Konzepts, das der Verwaltung als Leitfaden dienen wird.
Mit