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Betreff: PM: Rathausvorplatz bekommt Videoschutz
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit der Bitte um Veröffentlichung:
Rathausvorplatz bekommt Videoschutz
Maßnahme ist Teil eines größeren Sicherheitskonzepts
Der Rathausvorplatz mit seinen denkmalgeschützten Gebäuden – dem Rathaus
selbst ebenso wie dem Casimirschloss und den Ruinen der Kaiserpfalz –
wurde in der Vergangenheit immer wieder zur Angriffsfläche von
Vandalismus. Sachbeschädigungen wie zerstörte Fenster oder durch
menschliche Notdurft mehrten sich gerade in den letzten Jahren enorm. 40
versicherungsrelevante Fälle in den vergangenen vier Jahren sprechen eine
deutliche Sprache und sind dennoch nur die Spitze des Eisbergs. Die vielen
kleinen Delikte, die unter dem Radar fliegen, kommen ebenso dazu wie die
allseits bekannte Drogenkriminalität im Bereich der Kaiserpfalz. Traurige
Höhepunkte waren die drei tätlichen Angriffe im vergangenen halben Jahr.
„Es war dringend geboten, dass wir hier etwas unternehmen“, erläutert der
für die öffentliche Ordnung zuständige Bürgermeister Manfred Schulz. „Wir
werden daher zu Beginn des kommenden Jahres den Bereich ums Rathaus unter
Videoschutz stellen.“ Insgesamt zehn Kameras werden alle Seiten des
Rathauses und den Bereich Casimirschloss / Kaiserpfalz künftig im Blick
haben. Damit das rechtlich möglich ist, soll der Platz der Öffentlichkeit
entwidmet und somit zum Privatgrund werden. Das Entwidmungsverfahren ist
bereits angelaufen.
„Durch die Entwidmung ändert sich an der Nutzung des Platzes durch die
Öffentlichkeit aber nichts“, erklärt der Bürgermeister. Die Stadt bekomme
dadurch indes ganz andere Möglichkeiten zur Wahrung des Hausrechts und zum
Schutz des Eigentums – darunter eben auch die Möglichkeit, Videokameras
aufzustellen. Die Bilder, die die Kameras einspielen, werden tagsüber
ausschließlich von geschultem Personal des Kommunalen Vollzugsdiensts
beobachtet. Eine Aufzeichnung erfolgt nur auf Knopfdruck, sobald im
Monitorraum etwas Ungewöhnliches verzeichnet wird. Abends und nachts
übernimmt diese Aufgabe eine Künstliche Intelligenz, die in der Lage ist,
ungewöhnliche Verhaltensmuster zu erkennen, und dann eine Aufnahme zu
starten.
Rund ums Rathaus werden künftig Schilder auf den Videoschutz hinweisen.
Allerdings müssen vor Inbetriebnahme der Kameras noch ein paar formale und
einige wenige technische Hürden genommen werden, darunter eine
Dienstvereinbarung innerhalb der Verwaltung sowie eine
Datenschutzfolgeabschätzung. Der Landesdatenschutzbeauftrage ist bereits
vorinformiert, eine formelle Anzeige des Videoschutzes wird noch erfolgen.
Eine Genehmigungspflicht besteht nicht. „Wir sind guter Dinge, dass wir zu
Beginn des neuen Jahres loslegen können“, so Schulz. Die Kameras und die
zugehörigen Monitore sind nicht mit dem städtischen Netzwerk verbunden, so
dass auch kein potenzielles Einfallstor für Hacker entsteht.
Der Videoschutz ist Teil eines größeren Sicherheitspakets, mit dessen
Erarbeitung bereits Anfang des Jahres begonnen wurde. Umgesetzt wird auch
eine verbesserte Beleuchtung des Vorplatzes. Außerdem soll der Zutritt zum
Dach des Ratssaals über die Außentreppe erschwert werden. Mehr Streifen
von Polizei und Vollzugsdienst sind unterwegs. Ebenso wurden bereits im
Sommer die Hecken im Umfeld der Kaiserpfalz zurückgeschnitten – und damit
ein bekanntes Versteck von Drogendealern entschärft.
Ausdrückliche Unterstützung erfahren die Maßnahmen durch den Personalrat
der Verwaltung, der bereits seit Jahren vermehrt Ängste in der Belegschaft
wahrnimmt und auf eine Verbesserung der Sicherheit rund ums Rathaus pocht.
Bürgermeister Schulz ist sicher, mit den Kameras zu einer Befriedung der
Situation beitragen zu können: „„Ein Verdrängungseffekt ist hier
ausdrücklich gewollt. Wer rund ums Rathaus Randale macht, Drogen dealt
oder Menschen bedroht, soll sich hier nicht mehr wohlfühlen. Dieses Areal
ist ein zentraler, historisch bedeutsamer Ort unserer Stadt – und genau so
soll er auch wieder wahrgenommen werden: sicher, sauber und für alle
Bürgerinnen und Bürger nutzbar.“
Foto: Stadt Kaiserslautern
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