Sprungturm und Springerbecken im Warmfreibad wieder in Betrieb
Sanierung im Zeit- und Kostenrahmen: Arbeiten starteten im Frühjahr 2025, das Springerbecken wurde modernisiert und Ende November 2025 planmäßig wieder gefüllt

Die Sanierung von Sprungturm und Springerbecken im Warmfreibad Kaiserslautern hat sich nach Angaben der Stadt bewährt. Seit einigen Monaten ist die modernisierte Anlage wieder in Betrieb und wird von Badegästen, Schulen und Vereinen sehr gut angenommen.
Baumaßnahme im Zeit- und Kostenrahmen
Nach Darstellung der Beteiligten verlief die Sanierung sowohl zeitlich als auch finanziell planmäßig. Die Wiederinbetriebnahme der Anlage konnte sogar früher als ursprünglich erwartet erfolgen. Baudezernent Manuel Steinbrenner hob in diesem Zusammenhang das Teamwork aller Beteiligten hervor.
Langer Weg bis zur Umsetzung
Wie Udo Holzmann, Leiter des Referates Gebäudewirtschaft, erläuterte, reichen erste vorbereitende Überlegungen für die Sanierung mehr als 20 Jahre zurück. Im Oktober 2020 wurde eine konkrete Kostenaufstellung erstellt, eine Aufnahme in ein Förderprogramm blieb zunächst jedoch aus.
Erst mit einem zweiten Förderantrag kam am 28. August 2023 die Bewilligung. Danach folgten die Ausschreibungen der Ingenieurleistungen. Im Frühjahr 2024 wurden das Planungsbüro Schick mit der Architektenleistung sowie das Büro IST-EnergiePlan für die Schwimmbadtechnik beauftragt.
Bauarbeiten ab Frühjahr 2025
Nach umfangreichen Planungs- und Detailarbeiten sowie der Ausschreibungsphase begann die eigentliche Baumaßnahme im Frühjahr 2025. Während der gesamten Badesaison blieb das Springerbecken gesperrt. Der vorgesehene Fertigstellungstermin Ende November 2025 wurde nach Angaben der Stadt eingehalten, anschließend konnte das Becken wieder mit Wasser gefüllt werden.
Technik und Sicherheit umfassend erneuert
Im Zuge der Sanierung wurde das Becken vollständig mit Edelstahl ausgekleidet. Damit fungiert es zugleich als eine Art neues Dach für die Technikzentrale, die zuvor wiederholt mit Nässe und Feuchtigkeit aus dem Becken zu kämpfen hatte.
Hinzu kamen ein neuer Beckenumgang mit moderner Absturzsicherung sowie eine zeitgemäße Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Nach Angaben der Stadt wurde damit nicht nur die Beckenauskleidung erneuert, sondern praktisch die gesamte technische Infrastruktur auf einen aktuellen Stand gebracht.
Ludwig Steiner, Referatsleiter für Jugend und Sport, sieht darin auch einen Imagegewinn für das Warmfreibad. Zudem sei die Sicherheit für die Badegäste deutlich gesteigert worden.
Eckdaten des Springerbeckens
- Wasserfläche: 375 Quadratmeter
- Wassertiefe: bis zu fünf Meter
- Fassungsvermögen: rund 1.250 Kubikmeter Wasser
- Leistung der Wasseraufbereitung: rund 167 Kubikmeter pro Stunde beziehungsweise etwa 50 Liter pro Sekunde
Die moderne Wasseraufbereitungsanlage sorgt laut Mitteilung dauerhaft für eine hohe Wasserqualität.
Kosten und Förderung
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 2,104 Millionen Euro. Ein Teil der Finanzierung erfolgte über Fördermittel aus der Sportanlagenförderung Rheinland-Pfalz.
Positive Bilanz der Beteiligten
Auch das beauftragte Planungsbüro Schick GmbH aus Karlsruhe zieht eine positive Bilanz und verweist auf die professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller am Projekt Beteiligten.
Nach Einschätzung der Stadt ist mit der Sanierung nicht nur die Attraktivität des Warmfreibads weiter gestiegen. Zugleich wurden die Sicherheit verbessert und der Wartungsaufwand für die kommenden Jahre reduziert. Steinbrenner bezeichnete das als Gewinn für Badegäste, Vereine und Mitarbeitende.
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