Auftakt für seniorenpolitisches Konzept in Kaiserslautern
Rund 100 Teilnehmende im Edith-Stein-Haus sammeln Statements, Wünsche und Ideen für die nächsten Schritte

In Kaiserslautern ist am 20. August die Erarbeitung eines seniorenpolitischen Konzepts mit einer gut besuchten Auftaktveranstaltung gestartet. Rund 100 Menschen nahmen im Edith-Stein-Haus teil, darunter Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen und Fachstellen ebenso wie zahlreiche Seniorinnen und Senioren.
Sozialdezernentin Anja Pfeiffer betonte bei der Eröffnung die Bedeutung der Beteiligung älterer Menschen. An den Thementischen wurden rund 130 Statements, Wünsche und Ideen gesammelt. Sie sollen nun gesichtet, ausgewertet und thematisch gegliedert werden.
Schwerpunkte der Auftaktveranstaltung
Im Mittelpunkt standen die drei Bereiche Beratung und Unterstützung, Beteiligung und Partizipation sowie Begegnung und Engagement. Inhaltlich reichten die Beiträge von Pflege und Versorgung über Wohnen, soziale Sicherung, Gesundheit und Prävention bis hin zu Mobilität und Barrierefreiheit. Auch Information, Beratung und Orientierung wurden genannt.
Weitere Themen waren die politische Mitwirkung älterer Menschen, inklusive und dezentrale Beteiligungsformen sowie Begegnung, soziale Teilhabe, Ehrenamt und gegenseitige Unterstützung. Hinzu kamen generationsübergreifender Austausch sowie Kultur, Freizeit, Bewegung, Information und Vernetzung.
Aus den Beiträgen zeichnen sich laut Mitteilung erste Leitmotive für den weiteren Prozess ab. Demnach sollen Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten möglichst dezentral und niedrigschwellig gestaltet und am tatsächlichen Bedarf älterer Menschen ausgerichtet werden. Außerdem sollen Seniorinnen und Senioren nicht nur als Zielgruppe, sondern als aktive Mitgestaltende der Stadtgesellschaft verstanden werden. Als weitere zentrale Anliegen wurden eine sorgende und aktive Stadtgesellschaft sowie ein klarer Umsetzungsanspruch des künftigen Konzepts benannt.
Als verbindendes Element über die verschiedenen Themenfelder hinweg wurden die Stadtteilbüros hervorgehoben. Sie sollen eine wichtige Rolle dabei spielen, Angebote, Beteiligung und Unterstützung möglichst nah an den Lebenswelten der Menschen zusammenzubringen.
Nächste Beteiligungsschritte
Die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung bilden die Grundlage für die nächsten Schritte. Auf der Beteiligungsplattform www.klmitwirkung.de ist ab sofort bis zum 21. September eine digitale Beteiligungsmöglichkeit freigeschaltet. Dort können weitere Ideen für das seniorenpolitische Konzept eingebracht werden.
Darüber hinaus finden am 30. September und am 25. November inhaltlich identische Workshops statt. In diesen sollen die gesammelten Themen weiter vertieft und konkrete Handlungsmöglichkeiten diskutiert werden. Für beide Termine sind noch Anmeldungen über die Beteiligungsplattform möglich.
Beigeordnete Anja Pfeiffer sprach von einem erfolgreichen Start in den gemeinsamen Prozess. Nun komme es darauf an, die Impulse zu bündeln, gemeinsam zu priorisieren und daraus konkrete Schritte für Kaiserslautern abzuleiten. Das seniorenpolitische Konzept solle nicht nur beschreiben, was wünschenswert wäre, sondern einen verlässlichen Rahmen dafür schaffen, wie die Lebensbedingungen älterer Menschen in der Stadt weiter verbessert werden können – unter Berücksichtigung des bereits bestehenden Angebots und ohne Doppelstrukturen zu schaffen.
Weitere Informationen
www.klmitwirkung.de/seniorenpolitischeskonzept
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