Demokratie im Gegenwind: ZDF diskutiert mehr Vertrauen und krisenfestere Politik
Richard David Precht und Veith Selk sprechen über Druckfaktoren und mögliche Reformen wie Bürgerräte und längere Legislaturperioden.
Die Zustimmung zur liberalen Demokratie nimmt weltweit ab. In der neuen Ausgabe von „Precht“ diskutiert Richard David Precht mit dem Politikwissenschaftler und Sozialwissenschaftler Veith Selk darüber, wie sich die Demokratie krisenfester machen ließe.
Die Sendung trägt den Titel „Bedrohte Demokratie – Kommt ein Systemwechsel?“ und ist am Sonntag, 13. September 2026, ab 10.00 Uhr im ZDF-Streaming-Portal sowie um 23.45 Uhr im linearen ZDF zu sehen.
Demokratie unter Druck
Nach Angaben des ZDF gerät die liberale Demokratie in Zeiten düsterer Wirtschaftsprognosen, großer sozialer Ungleichheit und schlechter politischer Performance stark unter Druck. Zugleich gebe es Möglichkeiten, die Demokratie zu stärken, auch wenn diese begrenzt seien.
Die Konflikte seien komplexer geworden, während die Ansprüche jedes Einzelnen stiegen, dass Politik die eigenen Probleme löse. Dem extremen Grad an Individualismus in der Gesellschaft scheine die liberale Demokratie kaum noch gewachsen zu sein. Solidarität und Wir-Gefühl nähmen ab.
Misstrauen gegenüber Institutionen
Obwohl die Menschen nach Darstellung des ZDF deutlich informierter seien und damit mündiger sein könnten, misstrauten sie den demokratischen Institutionen mehr denn je. Viele sähen die Aufgaben des Staates als eine Dienstleistung, die genau auf sie abgestimmt erfüllt werden solle.
In der Sendung geht es auch um die Frage, wie das Vertrauen in die liberale Demokratie wieder gefestigt werden kann. Diskutiert werden dabei unter anderem mehr direkte Teilhabe an wichtigen Entscheidungen, Bürgerräte und längere Legislaturperioden.
Richard David Precht spricht darüber mit Veith Selk.
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